Der heutige Tag sollte mal wieder mit einer vorab Fehlinformation losgehen. Das heißt, wir wollten eigentlich in L'Aiguillon-sur-Mer den tief ins Landesinnere ragenden Kanälen einen Besuch abstatten. In den sich hier ausbreitenden Sumpfgebieten soll noch sehr viel ursprüngliches erhalten sein. Allerdings mussten  wir zur Kenntnis nehmen, das in L'Aiguillon die angepeilten sogenannten Stockerkähne aber leider nicht in die Kanäle starten. So gönnten wir uns noch einen Blick in den örtlichen Hafen und die Touristinformation gab uns noch den endscheitenden Tipp wo wir hin fahren müssen, um diese wohl sehr interessante Kahnfahrt in Angriff nehmen zu können.

Von den Damen in der Information wurden wir nach Maillezais geschickt. Ein Ort der 59km abseits unserer Tourplanung  lag. Egal, wir wollten durch die Sümpfe schippern, also fuhren wir den Umweg und kamen 11:45 Uhr an. Gleich am Parkplatz begrüßten uns diese herrlichen Seerosen.

Nachdem wir uns etwas orientiert hatten und somit den An -bzw. Ableger gefunden hatten, bekamen wir Karten (18€/Person!)aber erst für 14 Uhr, da wieder einmal von 12 - 14 Uhr Mittagspause gemacht wird. Aber auch das war egal, schließlich haben wir Urlaub und selbst auch etwas Hunger. Also nutzten wir die angrenzende Gastronomie des Kahnvereins und gönnten uns köstliche Miesmuscheln. 

Nach Muscheln, Wein und einem leckeren Dessert ging's dann auf den Kahn und ab auf die Kanäle. Der "Chauffeur" versuchte uns etwas zu erklären, also machte ich ihm klar, das dies bei uns wenig Sinn hat, da wir ihn kaum verstehen. Somit nutzten wir Augen und Ohren um diese Natur zu erkunden und genießen. Neben den Baumwurzeln und Gebilden hört man bei gutem hinhören Gase blubbern, die man durch anzünden sichtbar machen kann. Also, das Moor arbeitet nach wie vor. 

Nein das ist kein Rummel/Kirmis oder wie diese Amüsements noch so genannt werden, es ist nur ein Riesenrad in Royan.

 

 

 

 

 

 

 

Von hier setzten wir per Fähre über die Gerondemündung auf die Halbinsel in das Departement Gironde über, wo sich zugleich das Weltbekannte Weinanbaugebiet Medoc befindet. 

                   unsere Fähre im "Anflug"                                      und am Anleger

Das Chateau Sipian in Valeyrac bot uns wieder einmal einen sehr schönen Stellplatz. Eigentlich hatten wir vor, in einem uns bekannten Weingut unseren Autobauch etwas zu füllen. Leider war diesmal niemand anzutreffen und auch hier wo wir standen war leider niemand da, so dass wir am Sonntag ohne Wein weiter fahren mussten.  Ich war mir aber sicher, dass wir auf der Fahrt durch das Medoc noch die Möglichkeit bekommen würden, über eine kleine Weinprobe noch etwas zu erwerben.