Der Tag 25 wird wohl für immer in unserem Gedächtnis bleiben. Er wurde zum Tag der Planänderungen, der Überraschungen und der Höchstkonzentration. 

Über die Nacht hatte sich die Stimmung an Bord auch wieder aufgehellt. Also starteten wir normal gegen 09:15 Uhr.

 

 

Als wir den Comersee verlassen hatten ging es in die Berge. Als wir Bormio verlassen hatten wurde mir bewusst, dass ich zuvor irgendwo falsch abgebogen sein musste. Egal, denn es war zu spät, also sollte kommen was da kommen werde. Nach den ersten Höhenmetern konnten wir in der Ferne die Gipfel des Stilfser Jochs bewundern. 

 

 

Ab nun sollte es aber erst richtig lustig werden. Unsere Straße mauserte sich zu einer Passstraße, die kein Höhenende zu haben schien. Erschwerend kam hinzu, das die Temperaturen langsam gegen 0°C ging, dann begann es auch noch leicht an zu schneien. Mir wurde es langsam mulmig, denn Winterreifen oder sonstige Winterausrüstung hatten wir im September natürlich nicht drauf bzw. mit. Also was machen? Im Auto wurde es immer ruhiger, aber wir mussten hier durch. Als wir endlich oben waren, sahen wir auch endlich wo wir eigentlich waren. Auf 2503m überquerten wir den Umbrailpass.

                                                                                                                                                                                                Foto: Wladyslaw Sojka, www.sojka.photo

 

Hurra wir haben alles heil überstanden und sind jetzt sogar etwas stolz auf diese Überquerung. Also auf, wieder ins Tal, was jedoch nicht heißt, dass es nicht neue Überraschungen geben soll. Die wiederum endlosen Serpentinen wurden nicht gerade breiter und blieben ziemlich unbefestigt. Zu meiner Überraschung meldete sich nun der Bordcomputer und meinte mein Diesel würde bald zur Neige gehen. Ich passte meine Fahrweise entsprechend an und war erst beruhigt als ich in Santa Maria an der Tankstelle stand. Ergebnis, mein eingebauter Besserwisser hatte mich eigentlich verarscht, denn im Dieselbauch war eigentlich noch genügend vorhanden. 

 

Eigentlich wollten wir in St. Valentin auf der Haide in Graun im Vinschgau an einem Höhensee übernachten. Zum nur übernachten war es noch zu früh am Tag, außerdem ging die Temperatur wieder in Richtung Gefrierpunkt, also wieder einmal neu denken, wir hatten Tagesvorspruch, also genügend Zeit. Unsere Endscheidung viel Sdann ziemlich schnell und somit ging es wieder ca. 80 km gen Süden. Gestrandet sind wir letztlich am Kalterer See. Der Campingplatz war selbst für Ende September noch recht gut gefüllt, einen Platz fanden wir dennoch. Bei dem Tagesverlauf hat sich dann mal wieder gezeigt wie toll es ist mit dem WoMo unterwegs zu sein. Am Abend machten wir uns dann noch zu einem kleinen Spaziergang auf und beendeten den Tag dann mit einem wunderschönen Abendessen.

 

                    Blick zum Kalterer See                                                                                                              gemütlicher Gasthof

 

Auf dem dem CP angrenzenden Stellplatz war es erstaunlich ruhig, da er doch ziemlich voll war. Mit der gestrigen Entscheidung nach Südtirol zu fahren kam auch die Sonne wieder zur Erscheinung und somit richtig schöne spätsommerliche Temperaturnen. Für uns eine leichte Endscheidung unseren fahrbaren Untersatz heute mal eine Pause zu gönnen und unsere persönliche Mobilität zu testen. Also Wanderschuhe angezogen und auf geht's durch die Weinberge und Apfelplantagen nach Kaltern. 

                                 typischer Weinbau                                                                                                           einfach nur herrlich

                                          Auf geht's zu einer schönen kleinen Wanderung von ca. 5 km und zurück.