Heute starteten wir nicht wie gewohnt zum nächsten Ort, sondern wir machten uns zunächst per Fus auf den Weg zur Kapelle von Aiguihle, die 82m über der Stadt thront. Gesehen haben wir die Kapelle von hinten ja schon gestern. Heute Morgen also auf zum Berg. Bereits bis zur Einlasstür für den Aufstieg hatten wir einige Höhenmeter zu bewältigen, hier erfuhren wir das es bis hoch wahrlich ein Aufstieg ist und das kein Aufzug zur Verfügung steht. Da es nach dem Aufstieg ja auch einen Abstieg gibt mussten wir dank angeschlagener Knie kneifen und nutzen die Informationen am Fuße des Berges.

Wer den Berg nicht erklimmen kann, kann sich zumindest am Fuße an Hand von einigen Fotos einen Eindruck von der Kapelle  machen.

Danach gingen wir zurück zum Auto um den Stellplatz frei zu machen. Wir fuhren aber nur die 5km um den Berg und fanden einen Parkplatz in der Nähe der Altstadt. Die Stadt selbst zeigt sich als eine sehr gut erhaltene Stadt mit einem außergewöhnlichen sakralen Erbe. Le Puy-en-Velay ist natürlich auch eine Station auf einem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Zentraler Anlaufpunkt, nicht nur der Gläubigen sondern auch der interessierten Touristen, ist die Kathedrale Notre-Dam du Puy. Sie gehört mit ihrer schwarzen Jungfrau und dem 900 Jahre alten Kreuzgang zum Weltkulturerbe.

 

 

 

Die Statue von Notre-Dame-de-France , der Schutzheiligen der Stadt erhebt sich auf der Höhe des Corneille-Felsens und wacht somit über die Menschen.

Ein Spaziergang durch die Stadt rundete den Vormittag dann ab. Ein kleiner Imbiss in einem der vielen Buffets machte uns dann wieder fit für die Weiterfahrt in Richtung Mende.

 

Unser Zwischenziel befindet sich südlichen Zentralmassiv nördlich der Cevennen. Das heißt zugleich, sie haben uns wieder, die beliebten Serpentinstraßen. Mir macht es immer wieder viel Spaß diese zu fahren und wenn man ab und an mal anhält hat man immer wieder herrliche Ausblicke.

Die Stadt Mende liegt 700m auf der Höhe in der Nähe des Mont Lozere. Im Tal fließt der Lot und überragt wird die Stadt vom Mont Mimat. In Mende bietet die Cathedrale de Mende wieder den zentralen Punkt und ist natürlich auch wieder einen Besuch wert.

Wie immer wenn man das Zentralmassiv durchfährt gibt es eine Menge von Kurven zu bewältigen. Immer wieder  gibt es ein Tal zu durchqueren und einen Bergplateau zu überqueren. Für die Nacht hatten wir uns diesmal den Hof eines Schäfers ausgesucht. Vincent Causse empfing uns auch in Veyreau, fuhr dann mit uns in ein kleines angrenzendes Wäldchen wo er seinen Stellplatz ausgeschildert und eingerichtet hat. Da sonst keiner kam waren wir auf ca. 1000m Höhe völlig allein. Was war die Folge? Hirsch, Schwein, Wolf und sonstiges Getier ließen uns in Ruhe und wir schliefen, schliefen und schliefen in einer göttlichen Ruhe wie die Murmeltiere in ihren Erdlöchern.