Tag 8 - Freitag 24.05.

 

Das Fort La Lette ist ein Punkt an der Küste Bretagniens den man auf keinen Fall versäumen darf. Faszinierend ist nicht nur die Bucht, vor allem auch die Burg selbst. In der Ferne liegt mit dem Cap Frehel gleich der nächste Höhepunkt. Erbaut wurde die Burg im 13. Jahrhundert von der Familie Goyon de Matignon. Nach einer abwechlungsreichen Geschichte ging die Burg 1925 in den nationalen Denkmalschutz über, wurde wieder aufgebaut und zugänglich gemacht.

unten: Bilder der Burg und Umgebung

Vom Fort ging es weiter nach Plougrescant. Dort angekommen machten wir uns auf den Fußweg entlang der Küste bis zum "Haus zwischen den Felsen". In der "Gouffre" steht es dann, heute kann man es nur noch von der Ferne betrachten, das heißt hinnlaufen geht bei Ebbe schon, hinnfahren dagegen nicht mehr. Ehrlich gesagt mus man das auch nicht, denn etwas Privatsphäre der Bewohner sollte schon noch bleiben. Unsere Wanderung ging vom Stellplatz frei Schnauze und nach Bauchgefühl in Richtung der Küste und zum Haus. Auf dem Rückweg pflückte meine Beste sich noch einen Wald -und Wiesenstrauß, der seinen Platz am Beifahrersitz fand. 

Tag 9: Samstag 25.05.19

Heute standen einige km auf dem Plan,  denn das Ziel hieß Brest. Einen Zwischenstopp wollten wir in Morlaix, einer schönen kleinen Stadt mit Hafen und einer interessanten Innenstadt. Wie gesagt, wir wollten, denn am Vortag fand genau hier irgend ein Fest statt, wodurch sämtliche Parkplätze gesperrt waren. Also hieß es wieder einmal, Vorbeifahreindrücke zu erhaschen und weiter fahren. 

Also direkt nach Brest auf den geplanten Parkplatz am Oceanopolis. Dort bekommt man einen beachtlichen Einblick in die Unterwasserwelt dieser Erde.

 

 

Seepferdchen im Aquarium

unten: interessantes im Wasser

 

Nach 3 Stunden Wasserlebewesen wechselten wir dann den Standort für die Nacht. Auf dem großen Parkplatz hätten wir auch stehen bleiben können, Idylle und Ruhe würden hier aber fällig fehlen. Also nochmal umgesetzt. Somit fuhren wir nach Locmaria Plouzane, wodurch wir nicht nur beides hatten, sondern waren auch dem morgigen Ziel schon etwas näher.

Tag 10: Sonntag 26.05.

Am Morgen fahren wir zunächst zurück nach Brest um die dortige bekannte Festung zu besichtigen. Eine Festung, die eigentlich Heute gar nicht mehr als die damalige erkennbar ist. Denn das was man Heute als  Festung erkennt, ist die Festung in der Festung, da ein Großteil der Anlage ursprünglich viel weitläufiger war. Die Anlage war einst uneinnehmbar, was selbst den Alliierten im II. WK nicht gelang, allerdings war das auch das Totesurteil  Tausender, da man nicht an Kapitulation dachte und die Festung so zur Falle wurde. Aber beginnen wir einfach mit dem Rundgang durch die Festung. Ein Teil ist auch Heute nicht besuchbar, da hier immernoch die französische Präfektur für die Seestreitkräfte von der spanischen Küste bis zur Abbay Saint Michel untergebracht ist.

In der Festung erfährt neben den Infos zur Festung auch viel interessantes zur franz. Seefahrt, denn hier ist auch das Seefahrtsmuseum untergebracht.

Nach der wirklich besichtigungswürdigen Brester Festung führte uns unsere Tour zur Abbaye de Daoulas. Die nicht mehr aktive Abbay, die in einem kleinen Ort in der Brester Bucht gelegen ist, beherbergt noch immer einen Kräuter -u. Heilpflanzengarten. Wir mußten bis zur Öffnung warten, also ging es erst mal ins Dorf was essen. Was uns erwartete waren traumhafte Galettes und Crepes. Frisch gestärkt schritten wir dann zur Garten Besichtigung, was sich wirklich lohnen sollte.

Bildgalerie: Oben u. Mitte: Abbay Innenhof / Gartenanlage   Unten:  alter Brunnen und Kapelle

Über Franc Passion fanden wir dann wieder einmal einen sehr geruhsamen Stellplatz am Rande eines Bauerngutes in Tregunc.

Tag 11: Montag 27.05.

Nach einer sehr ruhigen Nacht auf dem Bauernhof hatten wir am 11. Tag unserer diesjährigen Tour am Morgen genug Zeit, bevor wir wieder starteten. Ziel 1 war heute das frühere Moorgebiet von Lavau-sur-Loire. 

Das Moor ist das Ergebnis von kluger naturbezogener Arbeit der dortigen Anwohner. Ein Atlantikpriel und ein ausgeklügeltes Schleusensystem lässt die reiche Flora und Fauna des Gebietes prächtig erblühen. Dies wurde dann die Grundlage für die heutige landwirtschaftliche Nutzung des Moorgebietes. Im Winter ist die Fläche dann oft mit Wasser überspült. Im Sommer nutzen die Bauern die Grünflächen als Weideflächen für die Kühe. Später wurde das Gebiet dann auch noch turistisch erschlossen. Ein umfangreiches Wanderwegesystem wurde erbaut, so das man heute entlang der Viehweiden "über das Wasser" laufen kann,  was wir dann auch taten.

Fotopunkt zum Pont de Saint-Nazaire

 

 

Nach dem Naturgenus folgte ein architektonischer Genus. Wir haben gerade den Pont de Saint-Nazaire überquert, was uns veranlasste gleich danach die Straße zu verlassen und einen geeigneten Fotopunkt zu suchen, um dieses Bauwerk im Bild und Film fest zu halten.

 

 

 

unten: links der Hafen von Saint-Nazaire     

daneben: der Pont de Saint-Nazaire die Brücke von Saint-Nazaire nach Saint-Brevin-les-Pins

Um den Tag ausklingen zu lassen fuhren wir weiter zum Badeort Notre Dame de Monts. Bereits gegen 16:00 Uhr konnten wir den Stellplatz finden, der zwar nicht gerade am idyllischsten gelegen ist, aber wen man sich gut stellt, denkt man im Foto nicht das in der Nähe ein großer Kaufmarkt steht.

unten: Stellplatz                                                                             urische Haustür                                            Blumenpracht am Rand

Ausgeruht geht es dann am Abend in das Städtchen, was zu dieser Jahreszeit noch föllig verschlafen wirkt, da der große Urlauberstrom erst ab Mitte Juni einfliegt. Gaststätten haben nur wenige offen, egal wir finden nach dem Besuch der örtlichen Kirche, die den selben Namen trägt wie der Ort selbst, natürlich eine.

 

Notre Dame de Monts am Abend

Tag 12+13:

Dienstag/Mittwoch 28./29.05.

Der Dienstag sollte wieder einmal solch ein Tag werden an dem man eigentlich einiges vor hatte, am letztendlichem Zielort jedoch feststellen muss, zum Glück gab es da noch schöne Natur, denn alles andere viel sprichwörtlich ins Wasser. Somit blieb uns die Hauptstadt der Charente-Maritime, La Rochelle leider verborgen. Somit genossen wir halt die vorbei rauschenden Naturbilder, da wir auch erstmals östlich des Gironde in Richtung Bordeaux fahren, sahen wir auch wieder einmal etwas neues. Am Ende führte uns unser beliebtes Stellplatzverzeichnis Franc Passion nach Teuillac/Saint Trojan auf die Domain de Lucas. Anne-Marie Drapeau war eine traumhafte Gastgeberin, die uns ihre sehr guten Weine präsentierte.

 

 

 

 

Eine Bilderbuchkulisse, typische französische Architektur und ein Gefühl zurück im Mittelalter zu sein, all das vermittelt Labastide d'Armagnac in der Region Nieder-Armagnac. Wir nutzdem unsere Zeit um ausßührlich durchs Dorf zu schlendern und viele Eindrücke sammeln.

 

 

 

 

 

 

unten: Eindrücke des Dorfes

Das "kleine Carcassone des Gers" , wie man Laressingle auch nennt, war unser nächstes Ziel. Sie ist die kleinste Stadt des Landes, wobei Stadt schon etwas übertrieben klinkt. Diese von Festungsmauern und Burggräben umgebene, sehr schöne Kleinstadt, bietet viele Eindrücke ihrer langen Tradition. Das Städtchen bietet alles was eine frühere Festungstadt so zu bieten hat.

Auf Grund der veränderten Tour mußten wir auch unseren Tagesstellplatz wieder neu festlegen. Somit kamen wir nach Condom. Die Stadt selbst hatten wir vor Jahren schon mal besucht, also wollten wir nur übernachten und vor Ort schön etwas essen gehen. Das allerdings viel letzlich aus, da die einzige sich in der Nähe befindliche Gaststätte leider voll reserviert war. Also war es ein Spaziergang am Abend und ein Essen am WoMo.

Der letzte Tag von Woche 2 führte uns zuerst nach Sauveterre-de-Bearn. Somit sind wir ganz im Südwesten Frankreichs angekommen, im Departement Pyrenees-Atlantiques. Wieder einmal ist es eine mittelalterliche Kleinstadt, die auf einem kleinen Felsvorsprung über dem Fluß Oloron liegt. Neben dem Aussichtsplateau auf der Kirchenterasse von Saint-Andre, der alten Festungsruine bietet das Olorontal mit der Pyrenäenkette im Hintergrund die Höhepunkte der Kleinstadt.

Bilder:

oben: Blick vom Kirchenplateau auf den Oloron und die Unterstadt / das Olorontal

Mitte:  Kirche Saint-Andre außen u. innen

unten: protestantische Kirche  /  Platz vor dem Raathaus

Zum Abschluß der Stadtbesichtigung hatten wir noch diesen Blick auf die Reste der ehemaligen Festung mit ihrem Turm "Monreal".

 

Weiter ging es danach nach Oloron-Sainte-Marie. Wir erwischten das Städtchen allerdings im Tiefschlaf und ohne Parkmöglichkeit, also fuhren wir wieder einmal gleich weiter. Somit stand Planort Nr. 3 schon als nächstes Ziel fest. Lescun wurde förmlich verführerisch geschildert. Ein Dorf hoch oben mit engen Gassen, interessanten Häusern und nur knapp Einhundert Einwohnern. Für uns leiter nur Theorie, denn 500m vor dem Dorf war es Schluss. Ein Schild machte uns aufmerksam, dass Wohnmobile hier keine Einfahrt erhalten. Umlenken war auch nicht einfach, denoch schaften wir es, warnten gleich das Nächste und fuhren die enge Bergstraße wieder hinunter.

Fotos: da kommt der Nächste                    Blick nach Lescun                                 die Anfahrt wieder von  unten

Der Ärger über das verpasste verflog aber schnell wieder, denn unweit von dem verpassten Dorf boten sich uns bei einer Passüberfahrt fantastische Fernblicke und danach im folgenden Tal eine riesige Freiweite für Rind und Pferd. Dies schein zugleich ein großes Naherholungsgebiet mit Wandertouren, Tiernähe und offenen Bauernhöfen zu sein. Auf jeden Fall war es für uns sehr überraschend was uns hier geboten wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildmix vom Pass und der Bergwiese

Unser wieder einmal geänderte Tagesziel erreichten wir schon gegen 15:00 Uhr. Das Weingut der Fam. Cours-Huste liegt wieder einmal idyllisch, die Weinprobe füllte wieder einmal unseren Womo-Bauch etwas und der Abend war ein Genuß im freien, denn endlich hatten wir auch Abendtemperaturen zum lange draußen sitzen.