17.05.-24.05. = Woche 1

Freitag um 09:00 Uhr ging es zur Fahrzeugübernahme, 1,5 Std. später wurde eingeräumt und 14:00 Uhr ging es dann los. Im Gegensatz zu Frankreich nutzten wir für die ersten 500 km natürlich die deutschen Autobahnen. Vom Tag dann doch leicht erschöpft landeten wir auf einem Parkplatz mit ausgeschildertem WoMo-Stellplatz in Engelskirchen.

 

 

Der Platz war uns letztlich egal, denn wir waren etwas müde und wollten auch am nächsten Tag nicht zu spät weiter, schließlich wartete mit Middelburg ein Campingplatz auf einem holländischen Bauernhof auf uns.

Angekommen im niederländischem Seeland. Geplant war der Minicampingplatz auf dem Agrocamping Pitteperk in Middelburg. Im dazugehörigen Hofladen versorgten wir uns mit einem hervorragendem Käse, wie sich später herausstellen sollte, denn er schmeckte nicht nur super sondern hielt auch lange frisch. 

Will man das Zentrum der Stadt finden heißt es nur immer in Richtung des "langen Jan's". Der Turm der 1100 gegründeten Liebfrauenabtei ist ein wunderbarer Wegweiser. Wer ihn besteigt hat eine traumhafte Aussicht auf das Seeland. Rund um den Platz wo sich das alte Rathaus befindet kann man viele historische Bauten sehen und trotzdem in einer der vielen Gaststätten wieder Kraft tanken, nachdem man die Straßen und Gassen der Stadt erkundet hat.

           der lange Jahn                                                         das Rathaus von Middelburg

19.05. - Tag 3

Wir fahren weiter ins belgische Brügge. Einst eine der reichsten Städte im Mittelalter. 

Besucher sollten den großen Markt, der die einstige Größe der Stadt noch heute verdeutlicht nicht versäumen. Städtische Wahrzeichen wie der Belfried, das Rathaus und dem Provinzialpalast stehen hier.

unten links: der Belfried       rechts:  In der Mitte des Platzes steht das Denkmal von Jan Breydel und Pieter de Coninck. Die beiden sind bis heute Volkshelden, denn sie haben Brügge im Jahr 1302 gegen die Franzosen, als diese Flamen einnehmen wollten.

Mitte: Am Eingang zum Museum de Hiistoric bekommt man einen kleinen Eindruck der alten Handelslager. Eingeladen ins Museum wird man von diesem lustigen Kerl rechts.

unten: eines der alten Handelshäuser

Nach der Stadtbesichtigung von Brügge fuhren wir weiter zum heutigen Standort. Der ursprünglich geplante SP gefiel uns nicht, in unmittelbarer Nähe fanden wir in Gravelines am dortigen Jachthafen einen mit schöner Aussicht auf den Hafen mit Ebbe und Flut.

20.05. - Tag 4

Am Vormittag wurde Saint-Omer unser erster Haltepunkt. Wieder einmal fanden wir ziemlich im Stadtzentrum einen Parkplatz. Nachdem wir in der Info die notwendigen Informationen bekommen hatten entschieden wir uns für einen Stadtrundgang um dann weiter nach Arras zu fahren.

Bild oben: das Eingangsportal des alten Hospiz (Krankenhaus)

in der Kathedrale Notre Dame in Saint-Omer

Als wir am frühen Nachmittag in Arras ankamen fanden wir auf dem städtichen (kostenfreien) Stellplatz gerade noch einen SP. Von hier war es nicht weit bis ins Zentrum mit seinen zwei großen historischen Marktplätzen.

Also machten wir uns auf den Weg um die Stadt zu erkunden.

Wie immer sagen auch in Arras Bilder mehr als Worte. Besser ist natürlich die Kombination aus beidem.

obere Reihe: links sehen wir den großen Markt. Gepräkt wird er von den alten Arkartenhäusern, die rund um den Markt stehen. Dieser Platz dient Einheimischen wie Gästen im normalfall als Parkplatz. Daneben bekommen wir einen Eindruck vom Platz des Heros. Auch dieser wird gesäumt von alten Handelshäusern, deren Arkaten von mehr als 300 Säulen gestützt werden. Da der Rat, also die Stadtoberen der Namensgeber des Platzes ist, steht hier natürlich auch das alte historische Rathaus. Im inneren befindet sich die Stadtinformation und man kan auch den großen Saal besichtigen. Bereits im Foyer stehen einem jedoch diese Figuren gegenüber. Was diese genau verkörpern konnten wir nicht ermitteln, vermutlich stellen sie ansässige alte Gewerke dar. In einer ehr unauffäligen Nebenstraße endeckten wir die Eglise Saint Jean Bapdiste. Die einzige nach der Revolution erhaltene Kirche in Arras, da sie als Tempel der Vernunft genutzt wurde.

Zu diesen Köstlichkeiten kommen wir später, den zunächst starteten wir den 

Tag 5 - 21.05. erneut in Arras. 

 

 

 

 

 

 

Die ab 1668 erbaute Zitadelle beherbergt einen besonderen Märtyrer-Ort. Eine Gedenkstätte ist 218 Widerstandskämpfern von 1941-44 gewidmet, die in den Gräben der Zitadelle erschossen wurden.

Die Zitadelle selbst wurde zum Weltkulturerbe ernannt und stand dem Verfall bevor. Dies verhinderten zum Glück die Stadtoberen und beschlossen den Umbau der alten Kaserne in einen modernen Wohnpark, der umgeben ist von einer großen Parkanlage.

Haltepunkt 1 am heutigen Tag sollte die kleine mittelalterliche Stadt Saint-Valery-sur-Somme, die mit ihrem kleinen Zentrum oberhalb der wunderaschönen Badebucht liegt. Beim Rundgang endeckt man blumengeschmückte Gassen, wirklich schöne alte Häuschen, interessante Gärten und Hinterhöfe. Man mus halt einfach nur in geöffnete Toreingänge gehen und nicht draußen stehen bleiben. Im Herbarium werden einem seltene mittelalterliche Gemüse und Pflanzen der Picardieküste gezeigt. Wir allerdings konnten ihn nicht besuchen, denn Mitte/Ende Mai war eben dieser noch geschlossen.

Welch eine faszinierende Felswand in der nördlichen Normandie, gelegen zwischen Dieppe und Fecamp. 

St. Valery en Caux bietet uns Womo-Touristen einen Traum von einem Stellplatz. Vor einem der Atlantik und die Hafeneinfahrt und hinter einem diese wahnsinnige Felswand. Die kleine Hafenstadt bietet einiges interessantes an maritimer Tradition und Flair.

Also machten wir wie immer einen Stadtbummel mit dem "Studium" der Ebbe im Hafenbereich. Interessant auch die Hubbrücke als Verbindung zum Jachthafen.

Noch mal der Blick zum SP  /  3 maritime Impressionen  

und unten: Hafeneinfahrt, Boote bei Ebbe u. die Schleuse mit Hubbrücke

Am Abend gönnten wir uns mal wieder etwas aus dem Meer / Dieses herrliche Bild bietet sich einem gegenüber

Ein Blick aus dem Frontfenster mit unseren Reisebegleitern / und nochmals ein Felsen

Tag 6 - Mittwoch 22.05.

Und schon sind wir auf unserem nächsten Stellplatz angelangt. In mitten der Apfelbäume der "Domaine du Lieu Cheri" in Quilly le Vicomte standen wir in einem herrlichen Ambiente der Cidre-Farm. 

So schön wie der SP war, so zerfahren war der Tag an sich. Ursprünglich wollten wir über Honfleur nach Lisieux und erst dann auf den SP. Allerdings wurde alles anders. Auf dem Weg nach Honfleur hätten wir die Saine per Fähre überqueren müssen. Allerdings war die Ebbe soweit herein gedrückt das wir nicht auf die Fähre gekommen sind. Also 20 km bis zur nächsten Brücke Flussaufwärts. Da somit unser zweites Ziel auch weiter von der ursprünglichen Tour abwich und ich am Vorabend  bemerkte, dass wir im Wallfahrtsort Lisieux auch schon mal waren, viel die Entscheidung gleich auf unseren heutigen Stellplatz. Somit wurde der Nachmittag nicht zur Kultur verwendet sondern zum gemütlichen Tagesausklang bei Naturgenus und Cidreprobe.

   der historische Wohnhaus auf der Domaine                                      Kräuterbeet im Hof

Tag 7 - Donnerstag 23.05.

 

Auf der Burg Falais werden unter anderem mittelalterliche Verteidigungswaffen gezeigt. Erbaut wurde die Burg im 10. Jahrhundert und war bis 1066 der Sitz der Herzöge der Normandie. Falais ist die Geburtsstadt von Wilhelm 1. dem ersten Normannenkönig Englands. Die Burg ist sehr besichtigungswert, wie auch die alte Stadt mit Ihren beiden geschichtsträchtigen Kirchen.

oben links: der Donjon der Burg

oben rechts: Blick von der Burg

 

 

Vom Donjon der Burg hat man einen wunderschönen Blick über Falais.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

unten: In der Burg erfährt man viel über die Geschichte der Normandie, auch mit Hilfe einer sehr interessant gestalteten Vidioanimation. 

Hier zwei Bilder von der Eroberung Englands, durch Wilhelm des Eroberers.

Die Kirche Saint-Gervais zeigt in ihrem Inneren neben den normalen, üblichen Kircheninterieur auch ein Modell von Falais nach der Normandieofensieve der Alliierten. Die Stadt war fast gänzlich zerstört, wie man auf dem Foto sehen kann. 

Eigentlich wollten wir noch die KLeinstadt Avranches besuchen. Der dortige städtische Stellplatz ist zwar gut gelegen aber so abschüssig, dass der letzte verfügbare Platz nicht besonders gut war. Da es auch noch leicht regnete, sah ich im France Passion Verzeichnis nach und wir fuhren weiter bis Roz sur Couesuon, wo wir auf einer Gänsfarm einen schönen ruigen Stellplatz fanden.