TAG 9: Goulien - Quiberon

Sonntag 03.05.15
Wenn man Früh in seinem Womo die Augen öffnet und es ist ruhig, ganz ruhig, was ist dann? Normalerweise denkt man darüber gar nicht nach, wenn es aber seit Tagen immer wieder auf dem Dach trommelt, zugegeben mal mehr und mal weniger, dann bleibt einem nur der fragende Blick aus dem Fenster. Dann die verwunderte Feststellung, es regnet nicht. Wenn man im Osten auch noch einen gelben Punkt erkennen kann kommt Hoffnung auf, Hoffnung auf einen Wetterwechsel. Um es vorweg zu nehmen, es sollte tatsächlich der Beginn eines Umschwungs werden.
Nach dem Frühstück, natürlich noch drinnen, machten wir uns dann auch auf den Weg in Richtung des westlichsten Punktes Frankreichs. Die Pointe du Raz ist ein felsiges Kap, das den Abschluss des Cap Sizun bildet und sich im Westen der Gemeinde Plogoff im Département Finistère in der Bretagne befindet. Die schroffe Klippe, die mit einer Höhendifferenz von 72 Metern ins Meer hinausragt, ist eine der charakteristischsten Pointes der bretonischen Küste. Sie ist ein Touristenort von großer internationaler Bekanntheit. Die allzu starke Frequentierung durch Touristen hat strenge Umweltschutzmaßnahmen erfordert, um den hauptsächlich aus Heide bestehenden Bewuchs wiederherzustellen. Nach nur 30 Minuten hatten wir den Parkplatz vor dem Point erreicht und machten uns von hier aus zu Fuß auf den Weg nach vorn.

Rauer Wind, ab und an ein Sonnenstrahl, aber kein Regentropfen und schon macht der Ausblick aufs Meer viel mehr Spaß. Der Leuchtturm einige Meter vor dem Point liegt direkt in der Brandung der Wellen. Unweit der Spitze blickt die Madonna aufs Meer und scheint dem ihr zu Füßen liegenden Seemann zu sagen "ich stehe Euch in Eurer schweren Arbeit zur Seite".

Die Heidelandschaft zwischen Parkplatz und Pointspitze beherbergt viele Vögel und ist ein ausgewiesenes Vogelschutzgebiet. Sehen konnte man zwar nicht viel von ihnen aber ab und an zu hören waren sie schon.
Endlich konnten wir mal einen geplanten Besichtigungspunkt so erleben wie wir es uns gedacht hatten. Besser gelaunt, als oftmals in den letzten Tagen bestiegen wir wieder das Auto und hatten nun einige km bis zu unserem heutigen geplanten Standort Quiberon.
Auf der Fahrt machten wir aber noch einen Zwischenstopp in der bretonischen Festungsstadt Concarneau. Hier erlebten wir bretonische Livemusik vom feinsten und eine herrliche altertümliche Atmosphäre in der Enge der alten Feste. Da man manchmal erst merkt was man vergessen hat wenn man es braucht, musste ich leider feststellen das ich bei den Musikern keine CD erwerben konnte, denn die Finanzen lagen alle im WoMo.

Quiberon ist aus nur einem Grund in unseren Tourplan geraten, einem besonderen Abendessen. Das Restourante war eine Geheimempfehlung und um es vorweg zu nehmen, es hielt was es versprach. Quiberon selbst ist aber auch ein Begriff für Surfer. Die Westküste steht den Surfern zur Verfügung und die Ostküste bietet die schönsten Sandstrände.

Nach 30 minütigem Anmarsch fanden wir unsere Lokalität. Offen war schon, wir wurden darauf hingewiesen das die Küche aber erst später öffnet und damit hatten wir absolut kein Problem. Die Karte bot genau das was wir uns erhofften, eben was das Meer so bietet. Der Koch war ein Meister seines Fachs und der Preis war erschwinglich, der Besuch jedenfalls ein Erlebnis für sich.