Tag 6: Saint Malo – Paimpol

Donnerstag 30.04.

Es sollte nicht der beste Tag unserer Reise werten. Geplant war er zum genießen des rauen Meeres, bekommen haben wir nur das "Meer" von oben. Vom Vortag 19:00 Uhr bis zum frühen Nachmittag nur Regen und der zum Teil noch in Strömen. Als erster Stopp war das Cap-Frehel geplant. Auf einer Küstenstraße erreicht man das Cap-Frehel, dessen Felsen 72 m über dem Meer aufragen und einen Leuchtturm beheimatet. Von hier wollten wir entlang der Küste zum nahe gelegenen Fort La Latte wandern. Ich nutze eine leichte Regenpause um zumindest vom Parkplatz mal zum Leuchtturm zu laufen, dann setzte der Regen wieder stärker ein und wir konnten unsere Wanderung begraben.

Da wir eigentlich in der Nähe des Cap's stehen bleiben wollten, nun aber dem Zeitplan weit voraus waren, beschlossen wir die erste Tourumplanung. So fuhren wir eben gleich weiter bis nach Paimpol, wo wir bereits 13:00 Uhr ankamen. Wir fanden unseren, für Morgen geplanten Stellplatz direkt am Meer und nutzten eine Regenpause auch gleich zur ersten Stadterkundung. Die kleine Hafenstadt gruppiert sich um eine tief eingeschnittene Bucht. Früher hatte sie eine große Bedeutung für die Islandfischerei. Seit deren Untergang wurde immer mehr der Tourismus zur wirtschaftlichen Haupteinnahmequelle. Wir fanden für den morgigen Abend eine Fischergaststätte, denn heute war dort Ruhetag. Ebenfalls für die morgige Planung erkundigten wir uns auf dem Bahnhof nach der Abfahrtszeit des "La Vapeur du Trieux", einem Traditionszug  von Paimpol nach Traou an Arcouest. Wie wir aber erfahren mussten, wurde dieser im letzten Jahr eingestellt, was mein Baedeker Reiseführer nur leider noch nicht wusste.

 

Ebbe macht den Hafen manchmal auch etwas unansehnlich, trotzdem aber nicht ohne Reiz.

 

Der Stellplatz liegt übrigens genau hinter diesem kleinen Erdwall und ca. 5m Straße.

Für Übermorgen hatten wir eine Überfahrt zur Blumeninsel Ile de Brehat geplant. Die Wettervorhersage und die nächtlichen Regengüsse und Sturmböen ließen uns aber umdenken und somit beschlossen wir den dreitägig geplanten Paimpolaufenthalt schon nach einer Nacht abzubrechen. Dieser Teil der Bretagne sollte sich eben nicht zu unserem Freund entwickeln, zumindest noch nicht.