TAG 20: Cour Cheverny - Blois

Donnerstag 14.05.

Los ging es heute Morgen mal wieder in aller Ruhe, da unsere Zielplanung wieder nicht sonderlich weit von einander auseinander lagen. Etwas abseits von der Loire liegt das Chateau Beauregard, welches im Gebiet von Cellettes steht.
Ein wirklich groß angelegter Park verführt dich zur Besichtigung von genau diesem. Es gab einen schönen Garten welcher nach Farben angelegt war. Die Erklärungen waren auch in Deutsch, was für uns natürlich Anlass war die Erklärungen etwas genauer zu lesen. 
In diesem seitlich gelegenen Wäldchen sind etliche Portraits angebracht, die meist in Gruppen zusammengefasst sind und die geschichtliche Abfolge der französischen Könige bis zu Louis XIII, oder Frankreichs Feinde, die englischen Herrscher zu der Zeit abbildeten. Unter anderem waren auch die Herrscher vom römischen Kaiserreich oder dem osmanischen Reich vertreten, sowie einige der berühmtesten Entdecker, wie etwa Christoph Kolumbus. Man muss sicherlich erst erkannt haben was hier dargestellt wird, dann aber wird es sehr interessant.
Das Schloss selbst ist sehr liebevoll eingerichtet und ist wieder einmal immer noch in Familienbesitzt. Höhepunkt ist ein Saal in welcher voll von Portraits ist. Diese Sammlung ist sehr imposant und es gibt bei jedem Panel (es beginnt immer mit dem Herrscher rechts oben und dann sind berühmte und bedeutende Persönlichkeiten aus der Zeit dabei) eine Erklärung der jeweiligen Portraits und auch was so in der Zeit los war. Im Nebenraum, der Bibliothek waren noch Portraits von Hundeköpfen und einer Katze ausgestellt. Sah auch sehr toll aus und war auch gut inszeniert, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig.

 

 

 

 

 

 

 

Im groß angelegten Park findet man immer wieder richtig alte große Bäume.

Nach der gemütlichen, ja schon fast erholsamen Besichtigung nutzten wir den Parkplatz für eine ausgedehnte Mittagspause.
Danach fuhren wir weiter nach Blois. Bis 1589 war Blois  ständige Residenz der französischen Könige. Ludwig XII. und Franz I. vollzogen im Schloss die wichtigste Staatsakte. Wie kurzweilig bereits damals politische Entscheidungen waren beweist der am 22. September 1504 hier vereinbarte Vertrag von Blois zwischen Ludwig XII., dem römisch-deutschen König Maximilian I. und dessen Sohn, dem Erzherzog Philipp, zustande, wonach die französische Prinzessin Claude, falls Ludwig keine Söhne bekäme, dem für sie bestimmten Gemahl, dem nachmaligen Kaiser Karl V., Mailand, Genua, den Anspruch auf Neapel, ferner Bretagne, Blois und Burgund zubringen sollte. Doch dieser Vertrag wurde 1505 wieder aufgehoben. Wir hatten uns einen Stellplatz inmitten der Stadt, unweit des Schlosses herausgesucht und fanden nach einigen Schwierigkeiten sogar wie die Zufahrt funktioniert. Am Nachmittag, es regnete übrigens mal wieder leicht, machten wir uns noch auf den Weg zum Chateau. Ein riesiges Bauwerk auf einem kleinen Berg inmitten der Stadt.

 

 

 

 

Genau gegenüber des Schlosseingangs befindet sich das Puppentheater, die Maison de la Magie.

 

Am Eingang zur Maison gönnten wir uns ein Eis, der Regen hatte wieder aufgehört und die Sonne verführte uns zu dieser kleinen Köstlichkeit. Dann ging es wieder zu Fuß weiter zur Kathedrale von Blois, zu sehen war sie bereits vom Schlosshof aus.

 

 

 

Nach der Besichtigung der Kathedrale statteten wir der
Kirche Saint-Vincent-de-Paul noch einen kurzen Besuch ab.

 

 

Damit hatten wir unsere Besichtigungstour für heute beendet und ließen den Tag im Wohnmobil ausklingen, denn indessen hatte uns auch der Regen wieder. Der Stellplatz selbst war ein eigenes Foto nicht wert, er erfüllte seinen Zweck zur Übernachtung, mehr nicht, musste er aber auch nicht.