TAG 18: Bourgueil - Tauxigny

Dienstag 12.05.2015
Am 18'en Tag unserer Tour wollten wir mal wieder etwas an der Geschichte Frankreichs schnuppern. Wer kennt ihn nicht, den großen Wiederpart von Ludwig XIII und 1. Minister Armand-Jean du Plessis, Premier Duc de Richelieu, kurz Kardinal Richelieu. Zu diesem Zweck fuhren wir in seine Stadt. Richelieu ist eine französische Stadt mit 1803 Einwohnern im Département Indre-et-Loire in der Region Centre-Val de Loire. Sie liegt an dem kleinen Flüsschen Mable.

 

 

 

Angekommen und einen Parkplatz direkt am Schlosspark gefunden und wer steht vor uns, Monsieur Kardinal Richelieu.

 

 

Die Stadt Richelieu wurde ab 1631 auf Anordnung des Kardinals Richelieu an Stelle des gleichnamigen Dorfes erbaut. In unmittelbarer Nähe ließ der Kardinal nach den Plänen des Architekten Jacques Le Mercier ein Schloss erbauen, das ab 1835 abgetragen wurde, was wir zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht wussten. Wir wollten ja schließlich genau diese Schloss besichtigen. Spekulanten kauften das Schloss, welches nicht unter Denkmalschutz stand für einen Bagatell-Betrag und verkauften es, zum Erstaunen Aller, Stein für Stein als Baumaterial. Heute ist nur noch der 500 ha große, von einer hohen Mauer umgebene Schlosspark vorhanden.

Im Park kann man vom einstigen Flair noch etwas spüren.

Nach dem Park gingen wir in die Stadt, die einen völlig quadratischen Marktplatz hat mit zwei Hauptachsen und an deren enden jeweils ein Stadttor. Unbedingt ansehen muss man sich auch die völlig hölzerne Markthalle, eine sehr interessante Konstruktion. Wer nun wie wir in der Stadt des Kardinals glaubt eine prunkvolle Kirche zu finden, der hat sich geirrt, denn ausgerechnet diese ist verhältnismäßig einfach.

Von Richelieu aus ging's dann weiter in eine sehr alte Kleinstadt mit einer sehr schönen Altstadt. Die Stiftskirche Saint-Ours inmitten der Stadt ist ein romanisches und gotisches Bauwerk aus dem 11. und 12. Jahrhundert, dessen Stilmix der langen Bauzeit zu verdanken ist.

Nach knapp 1 Stunde, inklusive eines kleinen Imbisses, konnten wir dann unser heutiges Ziel ansteuern. Erneut ein Stellplatz von France Passion, diesmal sollte es ein sehr interessanter Bauernhof sein. Schöne Stellplätze am Rand auf einer Wiese, die Gastgeber boten außerdem viele Konserven aus eigener Produktion an. Ein ganz tolles Projekt was die Familie Brossard  da in Tauxigny in Angriff genommen hat.