TAG 10: Quiberon - Rocheforte-en-Terre

Montag 04.05.15
Vom Meer ging es nun in die mystischen Wälder der Artussage. Das gesamte Gebiet wird auch Brocéliande genannt und ist der größte Überrest der einst flächendeckenden Bewaldung der Bretagne. Es liegt im Landesinneren der Bretagne westlich von Rennes. Hier sind etliche Schauplätze der Legenden rund um König Artus und seinen Berater Merlin beheimatet. Dabei griffen die Urheber der im Mittelalter sehr beliebten und auch in späteren Jahrhunderten weiter ausgeschmückten Sage auf Orte zurück, von denen auch damals eine geheimnisvolle Ausstrahlung ausgegangen sein muss: Die Kultstätten der Megalithkultur, deren Anzahl in dieser Gegend sehr beachtlich ist, oder Seen und Quellen, die bereits im Wasserkult der Kelten eine große Rolle spielten.

 

 

 

 

In der Klosterkirche der Abtei Notre-Dame (13. Jahrhundert) in Paimport

Rings um die Artus Sage geht es im Schloss Comper im Ort Concoret. Wer sich etwas für König Artus, die Feen Morgan und Vivien, den Zauberer Merlin und den Ritter Lancelot mit seinem sagenumwogenen Schwert Excalibur, muss dieses Schloss einfach besichtigen.

Die nächste empfehlenswerte Station auf der Rundreise durch den Wald von Paimpont ist das in der Nähe des hübschen Dorfes Tréhorenteuc in einer mit Stechginster und einigen Pinien bewachsenen Schlucht gelegene geheimnisvolle und sagen-umwobene Tal ohne Wiederkehr. Hier hielt die Fee Morgane der Legende nach ihre untreu gewordenen Liebhaber (bis zur Erlösung durch den besten Ritter Lancelot) gefangen. Den See im Tal benutzten die Feen angeblich als Spiegel, was angesichts der glatten Oberfläche auch durchaus möglich zu sein scheint.

Im Tal befindet sich der Arbre d´Or, ein goldener Baum, den ein Künstler zur Erinnerung an einen Waldbrand im Jahr 1989 geschaffen hat und der die Wiedergeburt des Waldes symbolisieren soll. Auch soll die Rettung des restlichen Waldes durch den Einsatz der Feuerwehrleute  damit geehrt werden.

Die geplante Wanderung durch den gesamten Mystenwald mussten wir leider wieder einmal streichen, natürlich durch aufkommenden Regen.
Weiter ging es dann nach Rocheforte-en-Terre, einem kleinen mittelalterlichen Ort den wir Morgen dann intensiver erkunden wollen.