Tag 1-3
2015 – 5279 km quer durch Frankreich

 

Zum 6. Mal lenken wir unser Wohnmobil in unser indessen zum Lieblingsreiseland aufgestiegenes Nachbarland Frankreich. Unser Wohnmobil, ein Ford C4 194 ist wohl gemerkt ein gemietetes, mit einer Länge von knapp 6 Metern. Wir hatten ausreichend Platz zum wohnen und das auch wenn uns das Wetter mal zum Innenaufenthalt zwang. Die große Garage bietet wie gewohnt viel Platz auch für unsere geplanten Weinkäufe.

Die Tour selbst war geplant auf 4 Wochen. So starteten wir am 25.04.15 zur großen Tour. Nachdem das Fahrzeug ohne Probleme übernommen wurde, wir es nach unseren Erfahrungen und der selbst erstellten Liste eingeräumt hatten, konnten wir gegen 10:00 Uhr vom Hof rollen. Die Tour sollte uns quer durch unser Nachbarland führen, beginnend mit einem reinen Fahrtag. Nach 839 km erreichten wir unseren ersten Übernachtungsort Loisy sur Marne in der Champagne.
Um 09:00 Uhr ging es am nächsten Tag dann weiter, direkt  nach Paris. Bereits vor 9 Jahren statteten wir der französischen Hauptstadt einen Besuch ab. Damals standen wir auf dem Campingplatz in Versailles und fuhren von dort mit der Bahn nach Paris. Diesmal konnten wir in Paris stehen, denn endlich nennt auch das Erste Touristenziel Frankreichs einen Campingplatz sein eigen. Die Zufahrt zum CP verlief dank unserer „Marie“ quer durch die Stadt problemlos. Den Stellplatz auf dem „Camping Indigo“ hatte ich bereits im Vorfeld per Internet gebucht. Der Platz liegt direkt an der Seine. Vom CP fährt ein Shuttlebus zur Metrostation „Pont de Neuilly“, dann fährt man mit der gelben Linie bis ins Zentrum und hat dies in ca. 20 Minuten erreicht. Leichter und besser geht es wirklich nicht um genau bis zum Louvre zu gelangen. Wir verpassten leider am ersten Tag den Shuttle, wodurch wir einen 30 minütigen Fußweg in kauf genommen haben, dann aber ging es wie geplant zum „Place Colette“. Wir nutzten unsere Zeit um uns etwas umzusehen und Erinnerung von 2006 aufzufrischen.

Für den Montag Früh hatte ich bereits per Netz Karten für den Louvre gebucht, ebenso eine Führung, die sich als individuelle Führung heraus stellte, da wir für unseren gebuchten Führer die einzigsten Gäste waren. Was will man mehr, eine zweistündige Louvre Führung ganz allein und das noch mit einem wirklich sachkundigen Führer. Wir waren sichtlich begeistert, Christoph hatte nicht nur allgemeines erzählt, nein er führte uns auch etwas in das Reich der Maler und Bildhauer ein.

 

Am Ende der Führung mussten wir uns ihm unbedingt noch zum Foto aufstellen. Als wenn wir es voraus geahnt gehabt hätten, hatten wir uns mit einer typischen erzgebirgischen Urlaubererinnerung ausgestattet. Somit verabschiedeten wir uns von unserem Führer mit einem "Rächermännel" und den dazu gehörigen Weihrauchkerzen als Dankeschön.

Der Tag war damit aber noch lange nicht beendet. Schließlich hatten wir uns einen ausgiebigen Paris Besichtigungstag geplant. Per Metro ging es somit zum Picalle. Von hier aus erklommen wir die Treppen bis zur Kirche Sacre Coeur. Später fuhren wir quer durch die Stadt zum Dome des Invalides.

Zwischendurch mussten natürlich auch wir uns mal etwas stärken, wozu ein typisches kleines Bistro alles bot was wir brauchten.
Für den frühen Abend hatten wir dann noch eine Seine Rundfahrt geplant. Unser Schiff fuhr aus unbekannten Gründen 30 Min. früher los, wodurch es keine Nachtfahrt wurde, sondern eine Fahrt in die Dämmerung. Dem Erlebnis tat dies keinen Abbruch. Alles von der Seine-Sicht aus mal zu betrachten und die Stadt dabei in die Nacht übergehen zu sehen war ein echtes Erlebnis. Jedem Paris Besucher kenn man eine solche Fahrt nur empfehlen.

Nach dieser tollen Rundfahrt brachte uns die Metro und der Shuttlebus wieder zum Campingplatz und wir ließen den Tag mit einer guten Flasche Rotwein ausklingen.