Noch immer sind wir in der Haut-Normandie, befinden uns aber jetzt schon wieder in östliche Richtung in die Picardie. Insgesamt stehen ca. 200km auf dem Fahrplan und zwei Zwischenstopps. Um alles in aller Ruhe absolvieren zu können sind wir diesmal pünktlich um 09:00 Uhr los gefahren. So toll wie der Stellplatz  war, haben wir ihn mit etwas schweren Herzens verlassen. 

Der erste Zwischenstopp war ein wirklich schönes Dorf, was auch wieder einmal eines der vielen so ausgezeichneten Dörfer Frankreichs , ist. 

Le Bec-Hellouin zählte aber zuvor Jahrhunderte lang zu den wichtigsten geistigen Zentren Frankreichs. Im Jahr 1034 wurde hier eine Benediktinerabtei gegründet. Gerne hätten wir die Abtei besichtigt, aber es gab nur Führungen in französisch und auch keine anderen Informationsmittel. So blieb uns nur eine Außenbesichtigung, eigentlich schade.

 

 

 

 

 

Im Anschluss machten wir noch eine ausführliche Dorfbesichtigung. Selbst das lohnt sich schon, man kommt sich vor wie in einem vergessenen, ganz gemütlichen kleinem Dorf.

Noch vor dem Mittag erreichten wir dann Gisors. Hier sollten einst die Tempelritter ihren Schatz vergraben haben.  Die Stadt war die wichtigste Grenzfestung im Norden des normannischen Vexin. Der 1095 erbaute achteckige Donjon bildete damals den Hauptverteidigungswall. Heute wirkt die Festung etwas klein, ist aber schön anzusehen und man hat wunderschöne Ausblicke von hier.

Die Stadt nahm uns noch einige Zeit in ihren Bann, bevor wir dann die letzten 100 km in Angriff zu nahmen. Ziel war Amiens in der Picardie. Eigentlich hatten wir einen Platz in der Stadt auf dem Plan, der allerdings doch nicht unseren Vorstellungen, da wir eigentlich auch für Morgen eine Stadtbesichtigung geplant hatten. Also fuhren wir auf einen nahe gelegenen Campingplatz und ließen dort den Tag wieder einmal gemütlich ausklingen.