Wir beginnen den Bericht zum heutigen Tag mal mit der Einfahrt zum Hof unseres heutigen Gastgebers. So präsentieren sich die Gastgeber von Franc-Passion, zugegeben nicht immer, dennoch oft genug und da parkt man doch am Nachmittag gerne ein.

 

Bevor wir allerdings hier ankommen konnten, mussten wir natürlich früh erstmal losfahren. Wir hatten viel Zeit, da der vorige Tag ja nicht ganz wie geplant verlief. Also fuhren wir in aller Ruhe gegen 10 Uhr los. 

 

 

 

 

 

Der erste Halt war nach knapp 40 km das kleine Küstenstädtchen Lion-sur-Mer. Es hat einen schönen Strand und ist ansonsten ein stilles, ohne besondere Touristenhöhepunkte, Örtchen. Im Sommer, bei anderen Temperaturen wird hier sicherlich entsprechend mehr los sein. Unsere Pause war eine knappe Stunde,  mehr war nicht notwendig.

Gegen 11:30 Uhr hatten wir Lisieux erreicht. Die Stadt ist nach Lord der größte Wallfahrtsort Frankreichs. Allerdings bei weitem nicht so spürbar wie wir festgestellt haben, denn das was wir 2010 in Lord erlebten, war mit hier überhaupt nicht versgleichbar.

Die Stadt Lisieux wurde bereits bei den Römern erwähnt. Lange wurde die Stadt von den mächtigen Bischofsgrafen beherrscht und wurde so zur Metropole. Im 19. Jahrhundert verlor sie nach und nach zunächst ihre religiöse und später auch ihre wirtschaftliche Bedeutung. Im 20. Jahrhundert gewann die Stadt wieder an Bedeutung. Die Ordensfrau Therese Martin, bekannter unter dem Namen Therese vom Kinde Jesu, hatte dabei ihren wesentlichen Anteil. Im Jahr 1923 wurde die Karmelitin-Nonne selig und nur 2 Jahre später heilig gesprochen. Die Kirche, die in den Jahren von 1929 bis 1954 erbaut wurde bildet dabei das Zentrum der Heiligenverehrung.

Damit hatten wir wieder einmal genug an Glaubensinformationen, die bei uns ja eigentlich nur zur geschichtlichen Information dienen. Der sich anschließende Stadtbesuch wurde nach kurzer Zeit durch einen sprichwörtlichen Wolkenbruch je beendet. 

Gut dachten wir, dann eben weiter. Bietet sich unterwegs noch was an wird gehalten und wenn nicht, dann sind wir halt zeitig am Stellplatz und machen uns einen gemütlichen Nachmittag, Hauptsache die Sonne kommt wieder. Um es vorweg zu nehmen, sie kam wieder. Nach nur 21 km hatten wir Saint Aubin de Scellon erreicht und waren über den angebotenen Stellplatz sehr erfreut.