Der heutige Tag sollte sich wieder einmal als zwar gut geplant aber nur zum Teil so durchführbar erweisen. Zunächst aber starteten wir normal gegen 09:00 Uhr. Da wir immer nur über Landstraßen fahren viel uns ein Schild auf, welches auf eine Abtei hinwies. Kurz überlegt und abgebogen kamen wir zur Abbay Saint Triniti von La Lucerne. Sie endpuppte sich als etwas ganz besonderes. Erst in den letzten Jahren rekonstruiert zeigt sie sich in voller Pracht ihren Besuchern. Wer sich schon immer gefragt hat wie einst die Torbögen gebaut wurden bekommt hier die praktische Erklärung am Beispiel. Auch das angrenzende Außengelände, heute teilweise auch privat anders genutzt, zeigt dennoch die frühere Größe und deren Nutzungsaufgabe im klösterlichen Leben.

Auch wenn mein Abstecher vor der Besichtigung nicht unbedingt auf volle Begeisterung traf, war meine Reisebegleiterin danach doch recht angetan von diesen unplanmäßigen Stopp. Weiter ging es dann Entlang der Ostküste des Ärmelkanals in nördliche Richtung. Ziel ist die Burg Pirou. Die Burg steht auf der Halbinsel Cotentin in der Basse-Normandie.

Nach den 70 km hatten wir dann auch noch Glück was die Besichtigung anbelangte. Durch den ungeplanten vorherigen Zwischenstopp hatte sich unsere Ankunftszeit natürlich entsprechend verzögert. Denn bei unserer Ankunft war es 12 Uhr und somit unmittelbar vor der Mittagspause. Nachdem wir schon den Rückzug angetreten hatten, hatten wir wieder einmal Glück, den die nette Dame an der Kasse meinte doch noch, "gehen Sie noch 10 Min. aber bitte nicht länger" und das dann auch noch kostenlos. Also machten wir uns sprintend auf den Weg um einen Eindruck von der Burgruine zu bekommen. Was wir dabei erkannten war, dass wir vermutlich sonst auch nicht viel länger gebraucht hätten, denn es handelt sich wie gesagt um eine Ruine. 

Somit machten wir halt auf dem Abtei-Parkplatz anschließend unsere Mittagspause, da auch das Wetter entsprechend einladend war. Dann ging es wieder knapp 70 km über die Landstraßen. Allerdings ließen wir nun langsam auch das schöne Wetter hinter uns, denn desto nördlicher desto grauer und regnerischer. Unser Ziel, das Hafenstädtchen Barfleur empfing uns auch entsprechend im Regen. Egal, wir parkten trotzdem ein, beobachteten einige "Schmuggler" im Hafen und gingen wie geplant zur berühmten Seemannskirche von Barfleur.

Der Tagesturplan führte uns weiter an die Seinebucht nach Saint-Laurant-sur-Mer. Der Ort ist auch bekannt durch seine Geschichte, denn hier war ein Teil des Omaha-Beach's. Als Omaha-Beach bezeichneten die Alliierten im zweiten Weltkrieg diesen Küstenabschnitt in der Normandie. Hier landete der V. US-Korbs im Rahmen der Operation Neptune, wovon heute noch vieles spricht. 

 

 

 

 

Hier in der Fischgaststätte "L'Omaha" wollten wir eigentlich zu Abend essen und auf dem dazugehörigen Parkplatz auch stehen bleiben. Wie gesagt, wir wollten, was uns aber nicht gelang, da im ganzen Ort keine Womo-Stellmöglichkeit war. Was also blieb uns übrig, etwas neues suchen.

 

 

 

Gut wenn es so ist, dann suchen wir halt. Also angehalten und Info-Materialien her und suchen.

In Port-en-Bessin, einem anderen Hafenstädtchen fanden wir relativ schnell einen Stellplatz und anschließend auch eine Fischgaststätte, wo ich mir wieder einmal eine "Acoute Fruits de la Mer" gönnen konnte und Anne wieder herrliche Garnelen. So fand auch dieser Tag doch wieder einen schönen Abschluss.