Tag 18: auf an die Loire

Die Strecke führt uns heute bis an die Loire. Als Höhepunkt des Tages war mit der Abbay de Fonevrault wieder einmal ein Kloster geplant. Allerdings nicht irgend eins, denn dieses hat eine lange und sehr interessante Geschichte. Deshalb vermitteln wir hier auch gleich mal geklautes Wissen von Wikipedia.

Eine Klosterstadt

Das Klosterleben der Abtei von Fontevraud teilt sich auf zwischen Gebet (ora), Arbeit (labora) und Gemeinschaftsleben. 

Das Kloster Grand-Moûtier
Als Stätte des Umherwanderns organisiert sich das klösterliche Leben rund um das Kloster: im Norden befindet sich die Kirche; im Osten die Sakristei und der Kapitelsaal; im Süden das Refektorium und im Westen die Nebengebäude. Es wird im XVI. Jahrhundert wiederaufgebaut, und im XIX. Jahrhundert werden Gefängnisgänge hinzugefügt.

Das klösterliche Leben rund um das Kloster

Der Kapitelsaal
In diesem Saal fanden die verschiedenen Kapitel sowie diverse Zeremonien statt. Der Saal wurde im XVI. Jahrhundert wiederaufgebaut, und seine Mauern wurden im 1563 angemalt. Zur Gefängniszeit wurden sie bedeckt.

Der beheizte Raum
Die Nadelarbeiten fanden im beheizten Raum statt, dem einzigen beheizten Raum der Abtei.

Das Refektorium
In diesem Saal kamen die Nonnen zweimal am Tag für die Mahlzeiten zusammen. Ursprünglich aus stärkehaltigen Nahrungsmitteln und Fisch bestehend, wurde die Ernährungsweise anlässlich der Ordensreform im XVII. Jahrhundert geändert.

Die Schlafsäle
Eine schöne Renaissancetreppe mit einem einzigen Lauf, die hauptsächlich aus dem XVI. Jahrhundert stammt, ermöglicht den Zugang zu den drei Schlafsälen.

Labora, die Arbeit der Nonnen

Die Sanitätsräume Saint-Benoît

Gebaut im XII. Jahrhundert, und um 1600 wiederaufgebaut, bildeten sie ursprünglich den Haupthof der Abtei und beherbergten die Nonnen an ihrem Lebensende.

Die romanischen Küchen
Baptisterium, Totenlaterne oder Kirche, die Zuweisung dieses Gebäudes aus dem XII. Jahrhundert ist lange ungewiss geblieben. Jetzt weiß man, dass es sich um die Küchen handelte.

Die Gärten
Wie zahlreiche andere Klöster auch, war Fontevraud von Gärten umringt, in welchen jeder Bereich eine präzise Funktion hatte: der für den Gebrauch bestimmte Gemüsegarten, der Friedhof-Obstgarten und die Heilpflanzengärten.

 

Herzstück des auf insgesamt 14 Hektar errichteten Komplexes ist die Abteikirche, deren ungeteiltes Langhaus von vier Kuppeln überwölbt wird. Am Übergang zum romanischen Chor fallen farbige Grabplastiken ins Auge. Es sind Grabmale des englischen Königshauses der Plantagenet, der Grafen von Anjou, unter deren Protektion Fontevraud jahrhundertelang florierte. Die Plantagenet wählten das Kloster als letzte Ruhestätte und gaben ihm damit höchsten Rang. Hier liegen Heinrich II. von England und Eleonore von Aquitanien in der oberen Reihe, darunter Richard Löwenherz und Isabelle von Angoulême. Die königlichen Grabgelege von Fontevraud zählen tatsächlich zu den bedeutendsten der europäischen Geschichte. Quelle: Read more at: http://de.france.fr/de/sehenswert/abtei-fontevraud

 

Nach der wirklich ausführlichen Besichtigung des Klosters fuhren wir über Saumur  nach Souzay Champagigny. Wieder säumten Weinfelder unseren Weg. Wen wundert es also, dass unser heutiger Standort  wieder einmal ein Weingut ist. Das Clos des Cordelliers bot uns erneut einen schönen Stellplatz unter Bäumen und umgeben von Weinreben.