Tag 17: vom Wein zum Cognac

Heute haben wir mit 260 km mal wieder einige Kilometer mehr auf dem Plan. Also ging es planmäßig um 09:00 Uhr los. Bereits nach 56 km hatten wir unser heutiges Hauptzwischenziel erreicht, die Zitatelle von Blaye. 

Die Zitadelle von Blaye ist ein militärischer Komplex von 38 ha und wurde zwischen 1680 und 1689 erbaut. Sie liegt auf dem Gebiet der Stadt Blaye und überragt die Gironde. Sie bildet ein ausgedehntes, von Courtinen umgebenes Befestigungssystem, das durch vier Bastionen und drei Demi-Lunen vervollständigt wird.

Der die Gironde 45 m überragende Felsen war bereits durch die Römer, die hier das Castrum Blavia anlegten, befestigt, ebenso trug er eine Burg, die dem merowingischen König von Aquitanien, Charibert II., zeitweise als Sitz diente. Im 12. Jahrhundert beseitigte Wulgrin Rudel, Herr von Blaye, die merowingischen Bauten und errichtete hier eine mittelalterliche Burganlage, die noch in gutem Zustand war, als Festungsbaumeister Vauban hier seinem König den Bau einer neuzeitlichen Festung vorschlug. (Quelle: Badische Heimat/Landeskunde online 2009)  Zur Besichtigung nahmen wir uns richtig viel Zeit, was sich letztlich echt lohnte.

Nachdem wir auf der Fahrt ein hübsches Fleckchen mit schönem Ausblick gefunden hatten, dort eine Mittagspause einlegten, fuhren wir über Rochefort zum heutigen Tagesziel. Rochefort war eigentlich als unser zweiter Tagesstopp geplant. Wie gesagt wollten, denn wieder einmal meinte das Wetter kurz vor Ankunft, es müsse uns wieder mal zeigen was es an Regenwasser gespeichert hat. Also meinte es, schütte ich doch die Brühe mal aus, die mit dem Wohnmobil werden schon weiter fahren. Recht hatte das Wetter, wir fuhren einfach weiter. In Charme angekommen folgten wir wieder

den Ausschilderungen von Franc Passion und kahmen somit problemlos zur Farme des Inchauds. Der Stellplatz war wieder recht angenehm und der Sohn von Martine u. Jean-Yves Varagnac präsentierte uns später den Cognac des Hauses. Was war das Ergebnis, eine Flasche für zu Hause.