Tag 12: Wallfahrtsort Lourdes - ein besonderes Erlebnis

Lourdes, übrigens Lord gesprochen, ist wirklich ein besonderes Erlebnis. Allerdings muss man sagen, aus unserer Sicht ganz anders als aus der, der meisten Besucher dieses Ortes. 

Lourdes ist einer der weltweit meist besuchdesten Wallfahrtsorte der Katholiken. 

Wikipedia schreibt folgendes über Lourdes: 

1858 soll Bernadette Soubirous nahe der Grotte Massabielle (massevieille - ‚alter Fels‘) mehrfach Erscheinungen einer weiß gekleideten Frau gehabt haben. Später offenbarte sich nach ihren Worten die Erscheinung als „die unbefleckte Empfängnis“, was der Pfarrer und die kirchliche Untersuchungskommission als Bestätigung des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis Marias, der Mutter Jesu, deuteten. Bei einer dieser Erscheinungen wurde die Quelle in der Grotte freigelegt. Die Mutter Gottes bat Bernadette Soubirous nach ihren Worten darum, den Priestern auszurichten, dass an der Grotte eine Kirche errichtet werde und um Prozessionen dorthin.

Heute ist die Kirche ein bedeutender Wallfahrtsort. Der Quelle werden Heilkräfte zugeschrieben und es wurde von vielen Wunderheilungen berichtet. Bernadette Soubirous wurde am 8. Dezember 1933 heiliggesprochen. Vom 14. bis 15. August 2004 besuchte Papst Johannes Paul II. Lourdes, vom 13. bis 15. September 2008 sein Nachfolger, Papst Benedikt XVI.

Sorry an alle Gläubigen unter Euch, aber was wir hier sehen durften, war schon unglaublich. Wie nur kann man totkrank aus den letzten Winkeln der Welt zu einer Madonna fahren und glauben man würde geheilt. Übrigens konnte auch keiner danach sein Bett, in dem er über den Hof in die Kathedrale  und zur Madonna geschoben wurde, wieder laufen. Wir jedenfalls waren von dem vorgefundenen Kommerz der katholischen Kirche schier erschlagen und über die Menschen sehr verwundert.

 

 

 

 

 

unten: die unterirdische Halle u. bei der Madonna

Nach mehreren Stunden touristischen (!) Glaubenserfahrungen fuhren wir entlang des Fußes der Pyrenäen bis auf einen Bauernhof. Allerdings begann es zu regnen und hörte nicht mehr auf. Da wo wir hinfuhren hatte der Regen wohl schon früher angefangen, denn am Zielort war eigentlich nur Wasser. Der Bauer mit seinen schwarzen, frei laufenden Schweinen empfing uns trotzdem freundlich, bot uns einen ganzen Schinken zum Kauf an, ein kleines  Stück allerdings wollte er uns nicht verkaufen, also wurden es nur bar kleine Würstchen.