Am heutigen Tag hatten wir so manches vor, also hieß Früh nicht unbedingt trödeln, so dass wir planmäßig weg kahmen. Das klingt zwar nun wie Urlaubsstress, ist aber gar keiner. Es ging nur darum die Zeit gut zu nutzen, alles andere wird sich ohnehin ergeben, denn letztlich wird sich zeigen ob alles was geplant ist auch die Zeit in Anspruch nimmt, die man dafür geplant hatte. Wir waren inzwischen in den Midi-Pyrenees und auf dem Weg nach Moissac.

Von dem ehemaligen Benediktinerabtei steht nur noch ein Teil. Das Portal und der Kreuzgang sind jedoch noch im Original erhalten. 

Auch wenn es sich im wesentlichen leider um eine Ruine handelt, ist die Abteikirche St-Pierre einen Besuch wert.

Unser nächstes Ziel war etwas ganz besonderes. Eine Kleinstadt etwas  östlicher gelegen bietet etwas ganz besonderes. In Cordes-sur-Ciel gibt es ein Zuckerbäckermuseum.

 

 

 

Über diese Bergstraße gelangt man in das Zentrum von Cordes-sur-Ciel, eng und mit den so typischen französischen Häusern. Dann ein unscheinbares Haus, hätten wir nicht gewusst  was sich darin befinden muss, wir wären sicherlich vorbei marschiert. Ein Zuckerbäckermuseum, was ist das überhaupt? Nach dem Besuch wussten wir es, hier ist alles was ausgestellt ist aus Zucker. Die Bilder, Skulpturen und alles andere wurden in mühsamer Kleinarbeit geschaffen und liesen uns sprachlos werden. Es ist einfach nur fantastisch, wer es nicht kennt und in Frankreich unterwegs ist, sollte sich dieses Museum nicht entgehen lassen.

Wunderschön am Rande des Flußes Tarn, liegt die schöne Altstadt von Albi. Sie hat  architektonisch so einiges zu bieten. Die Backstein  Kathedrale und der  ehemalige bischöfliche Palast bilden das Zentrum der Stadt. Albi nennt man auf Grund seiner vielen roten Backsteinbauten auch die rote Stadt und das zu Recht. 

Die Kathedrale Sainte-Cecile zeichnet sich vor allem auch durch sein Innenleben aus. Im nahegelegenen Palast Berbie, was der ehemalige Bischofspalast ist, verbirgt sich das Museum Toulouse-Lautrec, dem großen Maler und berühmten Sohn der Stadt. Wir und gemalte Kunst sind nicht unbedingt die besten Partner, deshalb verkniffen wir uns das Museum, besuchten aber den zugänglichen Garten des Palastes

 

Nach den ausführlichen Besichtigungen, dem obligatorischen Stadtrundgang fuhren wir nur ein Stück weiter. An einem schönen Parkplatz machten wir erst mal eine ordentlich Mittagspause. Danach gab es erst einmal einige Kilometer zu machen. Das Ziel war die Festungsstadt Carcasson. Eigentlich wollten wir hier auf dem Parkplatz stehen bleiben und erst am nächsten Tag die Stadt besichtigen. Als wir ankamen sahen wir die typischen Touristenmassen und es kam uns in den Sinn die Sache anders zu gestalten. Wir besichtigten Carcasson als sich die Busse langsam verabschiedeten und das war eine gute Entscheidung. Die Festungsstadt wurde im 1. Jh von den Römern gegründet. Sie wurde immer wieder aus -u. umgebaut, behielt aber immer seinen Charakter als Trutz -u. Schutzburg.

Damit hatten wir unseren Besichtigungsplan für heut erledigt und nur wenige Kilometer weiter fanden wir wieder den Winzer des Tages. In Fontcouverte bot uns die Domaine de Mingraut wieder einen Platz für einen schönen Tagesabschluss. Auch wenn lange niemand vor Ort war, war das kein Problem. Denn wie meistens war der Stellplatz wieder hervorragend gekennzeichnet. War es zunächst noch etwas mehr als schön warm, schickte uns nach dem Abendessen ein mörderisches Gewitter ins Bett. Nicht so schlimm dachten wir, denn Morgen ist wieder einiges auf dem Frankreich Kennenlernplan.