Auch heute hatten wir nochmals einige Kilometer vor uns. Das Ziel war eines der besten Weinanbaugebiete Frankreichs. Zu Bordeaux gehörend, ist das Medoc noch mal was besonderes. Zunächst aber fuhren wir bis Royan, einer Hafenstadt am Golf von Biscaya und dem Gironde gelegen.

Von hier aus setzten wir mit einer Fähre nach Le Verdon-sur-Mer über und schon waren wir im Medoc.

Die Fahrt durch das Weingebiet führte uns zunächst am Westufer der Gironde, die hier in den Atlantik einfließt,  entlang. Nach einigen Km. wanden wir uns dann dem Fluss ab und fuhren mehr in das Innere der Landzunge.

Ziel war ein Weingut im Houte Medoc, von wo wir schon seit vielen Jahren Wein bezogen. Also suchten wir nach Valeyrac.

 

Die Suche dauerte nicht lange und wir wurden fündig. Auch das Weingut selbst war schnell gefunden und es versetzte uns etwas in erstaunen. Es war so untypisch französisch. Alles akurat, nichts lag herum, also ehr deutsch als französisch. Wohl gemerkt, nicht das uns das unbedingt besser gefällt, denn der französische Lebensstiel sagt uns ansonsten sehr zu, auch wenn es mal nicht so deutsch aussieht. 

 

 

 

Egal, spätestens am Etikett auf den Flaschen erkannten wir das wir richtig sind. Gesehen haben wir zunächst niemand, also gingen wir auf Winzersuche. Nach kurze Suche fanden wir einen gut gekleideten, älteren Herren, der uns gerne mit in den Lagerkeller nahm. Bei ihm hätte man wieder ehr denken können er ist ein Engländer als ein Franzose. Er machte uns aber deutlich, dass das nicht so sei.

 

Also machten wir eine kleine Weinprobe, was wir kaufen wollten wussten wir ja eigentlich schon. Was uns von 12 auf 24 Fl. hoch zu gehen veranlasste, war dann doch der Preis, denn da waren wir bisher etwas anderes gewöhnt. 

Mit diesem Besuch war der Tag schon gekrönt, dennoch mussten wir weiter. Wir fuhren an ein weiteres berühmtes Weingut. Allerdings war bei Baron de Rotschild in Pauillac nicht viel zu sehen, also wendeten wir nur einige Blicke auf das Anwesen und fuhren weiter. Geplant war hier allerdings eine ausführliche Besichtigung, also hatten wir plötzlich viel Zeit auf der Reserveseite. Bei Lamarque wollten wir dann per Fähre nach Blaye übersetzen. Leider war uns die eine vor der Nase fort gefahren und die nächste wäre erst wieder in 1 Std. gefahren. Also umplanen, somit fuhren wir bis an den Stadtrand von Bordaux um endlich den Gironne zu überqueren. Somit war das nächste Ziel schon der nächste weltberühmte Weinort.

Saint-Émilion ist eine südwestfranzösische Gemeinde mit 1893 Einwohnern im Département Gironde in der Region Nouvelle-Aquitaine. Der Ort und das umliegende Weinbaugebiet wurden im Jahr 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Wir kahmen aus einer Richtung, wo wir sofort inmitten der kleinen Stadt waren, fanden da natürlich keinen Parkplatz. Nach kurzem suchen fanden wir dann aber auch eine Parkmöglichkeit für kurze Zeit. Wir nutzten diese um einen kleinen Eindruck der Stadt zu bekommen.

Wir hatten uns natürlich schon im Vorfeld mit einem Stellplatz beschäftigt. Im Chateau de Rol fanden wir den geplanten Platz, der wunderschön am Weingut angelegt war. Saint-Emilion selbst war ohnehin für den nächsten Tag geplant. So machten wir am Abend wieder unsere Weinprobe und wer hätte es gedacht, anschließend hatte der Winzer wieder einige Flaschen weniger und wir mehr.

 

 

Am Abend bekamen wir noch diesen Sonnenuntergang  geboten.