So langsam fahren wir nun wieder gen Norden. Dabei werden die Fahrabschnitte nicht ganz so lang wie bei den ersten Tagen der Tour. Trotzdem waren es 350 km die auf dem heutigen Plan standen. Das erste und auch einzigste  Zwischenziel  war Grenoble. Meine Vorinformationen verrieten mir, dass man im ehemaligen Olympiaort vom Plateau des Fort de la Bastille einen herrlichen Blick über die Stadt haben soll. Über den Chemin de la Bastille soll man auf das Plateau gelangen. Gesagt, oder besser gelesen, geplant und getan. Die Einfahrt in die Stadt bot uns rein optisch schon mal nicht all zu viel, womit die Erwartungen irgendwie sanken. Wir fanden die Auffahrtsstraße, wussten damals aber auch noch nicht, dass Straßen mit der Bezeichnung "Chemin" am Anfang, eigentlich meist kleineren Ausmaßes sind normale Straßen. Bei dieser kam dann noch erschwerend hinzu, dass sich die Auffahrt in eine Serpentine mit extremen Kurvenradien und Steigungsprozenten darstellte. In jeder Kurve hörten wir das kratschen des Heckbügels auf dem Asphalt, was im Fahrzeug wiederum für die entsprechende weibliche Nervosität sorgte. So baute sich langsam eine merkwürdige Antihaltung zu Grenoble im Ganzen auf. Als ich den Berg endlich bezwungen hatte bot sich wirklich ein schöner Blick, was leider die Stimmung nicht sonderlich verbesserte. Auch mein Versuch einer technischen Erklärung, dass der Bügel einen Schaden verhindert, fand nur ein geringes Gehör meiner beiden Damen und konnte somit die Stimmung nicht sonderlich ändern. Also blieb vom ganzen Grenoble-Ausflug nicht viel mehr, als eine Endtäuschung.

Aus dem Grund gibt es auch keinerlei Fotos von der Bastille, da niemand oder besser fast niemand  Lust hatte auf dem Berg etwas zu unternehmen, sondern nur die Rückfahrt im Kopf war.

Somit verließen wir Grenoble und damit auch die Rhone-Alpes und fuhren ins France-Comte. Über die Hochgebirgsstraßen wieder einmal ein Naturgenuss. Ziel war Jugne, wo wir an einer Forellenzuchtanlage unseren heutigen Stellplatz geplant hatten. Zuvor buchten wir noch in der örtlichen Touristinformation eine Käsereibesichtigung der besonderen Art für den nächsten Tag.

 

 

Hier oberhalb der Forellenzuchtanlage ist unser Standplatz. Wir lernten hier wieder einmal etwas neues kennen, denn unsere Forellen für den Abend hätten wir uns zwar kaufen können, aber eben auch selbst angeln. Und genau das haben wir dann auch getan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch etwas für den Grill vorbereiten

und schon sind sie verzehrfertig.

 

Von unserem Standplatz aus konnten wir das rege Treiben an den Teichen noch schön beobachten und den Tag so gemütlich ausklingen lassen.