Der Regen, der uns in den letzten 2 Tagen mehr oder weniger begleitete hat uns auch bis in den Spreewald begleitet. Ziel war die Kleinstadt Burg. Die geplante Kahnfahrt endpuppte sich als eine Fehlbestellung. Aber anstatt der geplanten 5 Std. Fahrt waren wir nur 1,5 Std in den Kanälen. Aber wie gesagt der Regen war uns treu geblieben, zwar mehr als Nieselregen aber nicht minder unangenehm bei einer solchen Unternehmung. Also war die kurze Fahrt ganz gut. Am Abend erlebten wir dann noch in einem naheliegenden Gartenlokal den endgültigen Untergang der Fußballer zur laufenden Weltmeisterschaft.

 

Am Rande des Spreewaldes, unweit von Burg entfernt befindet sich ein kulturhistorisches Denkmal der besonderen Art. Eigentlich wollten wir die Slavenburg//Vetschau schon Gestern besuchen, hatten das aber wegen des Regens verschoben. Die Slavenburg und das sich darin befindliche Museum zur Geschichte der Region ist sehr sehenswert und man sollte sich auch die entsprechende Zeit dafür nehmen. Am Zugang zur Burg werden auch die Kindern auf eine ganz besondere Art neugierig auf des Gestrige gemacht.

Danach stand das Marienkloster Ostritz auf dem Plan. Die Anfahrt dorthin war allerdings etwas abenteuerlich, denn unsere "Elli" (das Navi) führte uns merkwürdigerweise über Polen. Klar befindet sich das Kloster unmittelbar an der Grenze, vermutlich war die Strecke über das Nachbarland 100m kürzer und somit diese Strecke. Allerdings wurde die Straße dann doch etwas sehr merkwürdig und ich entschied mich lieber für die Straße über Görlitz. Somit kamen wir gerade noch so pünktlich  auf dem Parkplatz an, das wir die letzte Führung um 15:00 Uhr noch schafften. Da das Kloster noch immer von 8 Nonnen bewohnt wird, beschränkt sich die Führung auf das Außengelände und die Kirche. Interessant war es trotzdem und übernachtet haben wir auch gleich noch auf dem Klosterparkplatz und nach kurzer Diskussion entschlossen wir uns noch bis nach Zittau zu fahren.

In Zittau angekommen hatten wir gerade noch so Zeit uns für Morgen zu informieren. Ziel war der Oybin, der "Hausberg" der Stadt. Ich musste den passenden Bahnhof für die Bimmelbahn finden, so das auch das Auto endlich mal stehen bleiben konnte. Es schloss sich ein schöner Abend auf dem Stellplatz an.

Am Montag ging es dann nach dem Frühstück zu Fuß zum Bahnhof. Ganze 10 Min. mussten wir laufen, noch 5 Min. warten und dann kam er auch schon, der Dampfzug. Im Ort Oybin angekommen interessierten mich zunächst mal die dort angebotenen Übernachtungsmöglichkeiten. Klar brauchen wir dies heute nicht aber weis man wann?

Nach der Bahnrückfahrt machten wir uns gleich wieder auf die Reifen mit dem Ziel sächsische Schweiz. Geplant war ein Stellplatz im Bahratal. Allerdings leider Pustekuchen, denn weder im ganzen Bahratal noch in den angrenzenden Orten wurden wir fündig. In Bad Schandau wird man auf einen Campingplatz verwiesen, was wir eigentlich aber nicht wollten. Letztlich fanden wir gerade noch kurz vor 20 Uhr einen Platz auf einem SP in Königstein. Die Amtsträger der Ortschaften in der sächsischen Schweiz sollten sich schon mal Gedanken machen ob sie die Wohnmobillisten weiter so stiefmütterlich behandeln, bringen sie doch eigentlich nur Geld in den jeweiligen Ort.

Da wir doch ziemlich außerhalb standen entschieden wir uns gleich am Morgen weiter zu fahren und einen neuen Standort zu suchen. Fündig wurden wir in Lichtenhain, nicht im Tal beim berühmten Wasserfall, sondern oben im Dorf. Der Dorfparkplatz bot uns was wir brauchten. Einen Platz mit herrlicher Aussicht und sogar mit eigener Futtergrippe.

 

 

 

Und das ist der herrliche Blick auf das Elbsandsteingebirge von diesem Platz.

 

Wir legten also unsere Wanderrüstung an und begaben uns auf den Weg ins Tal. Wir wussten schließlich das es am Wasserfall die beste Wacholderforelle gibt die man sich denken kann. Danach wanderten wir das Tal hoch, wurden aber von einem Hinweisschild über die Sperre nach Windbruch gestoppt, kehrten somit um und wanderten wieder zum Auto. Wir gönnten uns noch 30 Min. Kaffeepause, den Gebirgsblick um dann nach Bad Schandau weiter zu fahren. Dort nutzten wir den CP um am späten Nachmittag dann nochmals mit der historischen Straßenbahn in die Stadt.

 

 

 

CP im Kirnitschtal, zwar schön aber auch teuer und zwar zu teuer.

Zuvor machten wir aber noch einen Ausflug nach Rathen und dort speziell der großen Gartenmodellbahn. Sie ist übrigens sehr Sehenswert mit ihrer Vielfältigkeit von Schmalspurbahn über Intercity  bis zu den Normalspuren.

und wie gesagt später nochmal nach Bad Schandau

am Abend dann genießen

Es ist soweit, wir haben den letzten aktiven Urlaubstag erreicht und wir haben nochmals eine Wanderung vor uns. Vom tschechischen Hrensko aus ging es zum Prebischtor. Mann könnte schon sagen, endlich haben wir es geschafft dies in Angriff zu nehmen, die Absicht gab es vorher schon öffter. 

Also ein Stück die Straße lang und dann links ab in den Wald. Die Bergaufwanderung war doch intensiver als wir vorher dachten. Sie war aber auch sehr abwechslungsreich was die Natur links und rechts vom Weg anbelangte. 

Wir haben es geschafft und sind oben. Ein schönes Bier, ein leckeres Würstchen war der Lohn für unseren Aufstieg. Wir sehen uns oben noch etwas um und traten den Rückmarsch an.

Die letzte Nacht standen wir dann auf dem CP von Hrensko und wir fühlten uns wie früher. Bei den Tschechen ist noch viel wie es früher war, natürlich auch hier moderner. Dennoch lebt hier das Flair von einst und das ist schön.

Am nächsten Morgen ging es dann die letzten 120 km gen Heimat und wir freuen uns schon mal auf nächstes Jahr.