Der heutige Vormittag ist der Stadtgeschichte von Halberstadt gewidmet. Dazu gehören natürlich auch ihre Glaubensgemeinden. Der Bischofspalast als ältestes Kirchenbauwerk wird deshalb genau so wie das Judenviertel ein Teil unserer Stadtbesichtigung werden.

Nach der Stärkung wartete noch ein Gestern schon geplanter Museumsbesuch auf uns. Im Herzen der Altstadt, versteckt im Hintergebäude eines großen Ackerbürgerhauses, liegt das bekannte "Schraubemuseum", wie es von den Einheimischen genannt wird.

Schraube steht nicht für Schrauben, sondern für eine Unternehmerfamilie die einst ein blühendes Wäschegeschäft und eine Blaufärberei in diesem Grundstück betrieben. Bis 1985 lebte dann in diesen Räumen Margarete Schraube, die ihren gesamten Nachlass der Stadt hinterließ mit der Bitte um die Errichtung eines Museums. Somit sind die Wohnräume im Originalzustand erhalten.

Halberstadt liegt nun wieder hinter uns, die Stadt war auf jeden Fall den Besuch wert. 

 

Unweit von Halberstadt befindet sich der kleine Ort Langenstein mit seinen Felsenhöhlen-Wohnungen. Also wieder genau was für uns.

 

              Höhlenwohnungen innen                                             und                  außen

Ankunft Quedlinburg, Auto abstellen und ab in die Stadt zum Abendessen. Danach noch etwas bummeln und dann zurück auf unseren unromantischen Parkplatzstellplatz.

Am nächsten Morgen hatten wir den Besuch des Münzebergs mit der Ruine des Marienklosters. Der Berg liegt genau gegenüber des Schloßberges. Das Münzenbergmuseum im ehemaligen Kloster ist informativ und sehenswert. Was aber auch sehr sehenswert ist, das sind die schönen alten Fachwerkhäuser auf dem Hügel. Was auffällt, ist das alte Häuser im Ausbau sind und das sich hier viele Ferienhäuser und Wohnungen befinden. In dieser Siedlung wird man automatig entschleunigt.

 

 

 

 

 

 

Wir nehmen mal noch einige Eindrücke dieser Häuser mit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schloss und Domkirche auf dem Schlossberg von Quedlinburg. 

 

Da wir beides bereits beim Erstbesuch vor einigen Jahren besucht hatten, waren wir nur noch mal auf dem Berg, auch um von dort in die Landschaft und auf die Stadt zu sehen.

Somit fuhren wir am Nachmittag weiter bis in die Lutherstadt Wittenberg. Auf dem CP "Marina"  fanden wir einen schönen Stellplatz. 

Für den Abend hatten wir eine abendliche Stadtbesichtigung geplant. Um noch erste Eindrücke von Wittenberg zu bekommen, machten wir uns bald nach unserer Ankunft auf den Weg in die Stadt und zwar zu Fuß. Was wir nicht ahnten war, das wir 45 Min. dazu brauchten. Egal, wir schafften es natürlich, hatten richtig Durst, was ein Getränkestand am Rathausplatz klärte.

Am nächsten Tag verließen wir den CP, fuhren in die Stadt um dort das Asisi-Panorama zu besichtigen. Der Eintritt war nicht zu verachten, das Rundbild dafür aber auch. Man sollte es sich wirklich ansehen wenn man in Wittenberg ist. Kunst ist nicht immer nur die Kunst der Erklärung durch den Künstler, denn hier versteht sogar der Kunstbanause was gemeint ist.

Nur wenige Km weiter  fanden wir in Coswig einen sehr schönen SP direkt am Elbufer. Da wir am Abend Fußball sehen wollten, was wir lieber hätten sein lassen sollen, blieben wir stehen und nutzten den Nachmittag mal zum absoluten Nichtstun.

Montag 18.06.

Auf dem Weg nach Brandenburg an der Havel machten wir Halt in Wiesenburg. Das Schloss wird umgeben von einem schönen Schlosspark. Ein gemütlicher Spaziergang durch die Parkanlage war am Vormittag ein angenehmer Auftakt. Anschließen sollte sich der Besuch des Schlosses, das allerdings ist indessen zu einem Wohnhaus umgebaut und somit natürlich nicht mehr zu besichtigen. Somit blieb es letztlich ein Parkbesuch.

 

 

Noch am Nachmittag erkunden wir die Stadt. Der SP liegt nahe des Zentrums und hat was man als Wohnmobilist benötigt, also außer Strom nichts, aber was braucht man sonst auch noch.

 

 

 

 

Am Abend kommt wieder einmal unser Supergrill zum Einsatz.

Leider hat das SP-Zeitlimit verhindert, das wir am nächsten Vormittag einen noch etwas längeren Aufenthalt gehabt hätten, also ging es nach dem Frühstück weiter ins havelländische Werder, einer absoluten Obstanbau Hochburg. Der SP liegt unmittelbar an der Brücke zur Altstadtinsel. 

Natürlich machten wir gleich wieder einen Erkundungsrundgang über die Insel. Neben Kirche, Obstbaumu -seum und Mühle schlenderten wir auch am Havelufer lang, bekamen langsam Hunger und gingen zum Glück der Werbung eines Fischrestaurants auf den Leim. Auf dem Weg dorthin stand diese etwas merkwürdige Bank, eine Muschelbank. Das "Arielle" ist nicht nur ein Fischrestaurant, nein es ist eine Verarbeitungsfirma, eine Räucherei und ein Restaurant und zwar ein sehr gutes.

Am Nachmittag fanden wir dann auch noch ein Schiff zu einer Schwielochseerundfahrt. Also rauf auf den Dampfer und 1,5 Std. herumschippern lassen. 

 

 

 

unten:

Heilig-Geist-Kirche / Orgel der Kirche

Schwielochsee  / Tante Emma Laden

Wir sind angekommen in Potsdam, der geplante Stellplatz ist überraschender Weise völlig kostenfrei, da teilweise eine Baustelle. Endlich waren wir wieder einmal hier in dieser historischen Stadt. Also auf geht's nach Sanssouci. Schlösser u. Parkanlagen begeisterten uns erneut.

Wir schreiben indessen Donnerstag den 21.06. und haben uns am Vormittag zunächst das bekannte Holländerviertel zur Besichtigung vorgenommen. Erneut wurden wir nicht endtäuscht, denn das altehrwürdige Viertel hat schon ein besonderes Flair.

Noch vor dem Mittag waren wir am Filmpark Babelsberg angekommen. Auch wenn der Park nicht ganz unseren Vorstellungen entsprach, denn es war doch mehr eine Art Erlebnispark. Dennoch gab es auch für uns vieles zu entdecken. Requisiten, die Lok aus Lummerland, ein Westerndorf und und und, alles das gab es zu finden und wir fanden es. Letztlich war es dann doch ganz interessant und zu Mittag hatten wir für das Jahr 2018 mit einem ganz besonderen Erlebnis zu Tun, denn es regnete.

Für die Nacht hatten wir uns diesmal wieder für einen kleinen CP endschieden. Hier am Sediner See fühlten wir uns zum Teil zurück versetzt in unsere wunderschöne Campingzeit am Useriner See. Natürlich nicht bei den Sanitären Einrichtungen aber in der Platzidylle schon. Wir jedenfalls fühlten uns hier  sofort wohl.