Tag 13-15: Xanten

Freitag, Samstag u. Sonntag - 24./25./26.06.

 

Eigentlich wären wir heute erst im Laufe des Vormittags hier angekommen. Das wir Gestern schon hier waren war aber gar nicht so schlecht, wie wir beobachten konnten. Gestern konnten wir uns einen Stellplatz auf der riesen Wiese aussuchen, heute wurde jeder platziert, ob es ihm gefiel oder nicht. Nach dem gemütlich Frühstück liefen wir in die Stadt, um ihre lange Geschichte etwas besser kennen zu lernen. Schon der Zusatznamen, die Römer,- Dom u.- Siegfriedstadt verfügt immerhin über eine 2000 jährige Geschichte. Bereits 98 n.C, bekam die römische Ansiedlung von Kaiser Marcus Ulpius Traianus das Stadtrecht, so entstand Colonia Ulpia Traiana. Im Jahr 1228 wurde dem Markt Xanten das nachrömische Stadtrecht verliehen.

In der Stadtinformation besorgten wir uns eine Kombibesichtigungskarte für Stadt -u. Stiftsmuseum sowie dem Römerpark -u. Römermuseum. Anschließend machten wir uns natürlich auch gleich auf die Tour, auch um so viel wie möglich bei noch schönem Wetter zu absolvieren. Also auf in den archäologischen Park und das Römer Museum.

Die Entscheidung heute schon mal den Park zu besuchen sollte sich als sehr gut erweisen. Die original nachgebauten römischen Bauten konnten heut noch in Ruhe besichtigt werden. Hie in der römischen Taverne wollten wir eigentlich schnell etwas trinken. Wohl gemerkt, sie war geöffnet, allerdings nahm man uns gut 5 Min. gar nicht zur Kenntnis, also sagten wir tschau zu denen die nicht da waren und gingen wieder.

Ganz am Rand konnten wir miterleben wie die ersten Gruppen für die anstehenden Römerspiele anreisten und ihre Lager errichteten. Langsam kam in uns auch etwas Hunger auf und wir beschlossen den Park zu verlassen und uns ein schönes Restaurante zu suchen.

 

 

Wir fanden die Lokalität, ließen es uns schmecken und dann ging es weiter auf der Besichtigungstour.

Zunächst suchten wir den Dom Sankt Victor auf, der das Stadtbild Xantens beherrscht.

Die Geschichte des Xantener Doms

 

Ursprünge

 

"Zu den Heiligen" - "ad sanctos" reichen die Ursprünge Xantens zurück. Der Legende nach starben der römische Legionär Viktor und seine Gefährten im 4. Jahrhundert als christliche Märtyrer, zu deren Gedenkstätte bald die Gläubigen pilgerten.

 

Kirchenbauten und ihre Nachfolger wurden über dem Grab Viktors gebaut. Im 8. Jahrhundert wurde ein Stift zu Ehren Viktors gegründet. Neben dem Stift entwickelte sich eine Siedlung mit Händlern und Handwerkern, aus der die Stadt Xanten hervorging.

 

Quelle: www.xanten.de

 

 

 

 

 

Auch beim ziellosen Stadtschlendern begegnet man der einen oder anderen Besonderheit.

 

 

 

 

 

Auch der Nibelungen-sage  begegnet man auf Schritt und Tritt, z.B. hier an der Kriemhild-mühle.

 

Dann müssen wir aber so langsam mal wieder zurück, denn langsam lasst die Kondition nach und Morgen wartet schließlich der Wochenendhöhepunkt auf uns. Das Wetter passt auch heute wieder und so können wir uns am frühen Abend auch mal unserem Privatkino im freien. Was läuft gerade - Urlaubsfilm Griechenland 1994.

 

 

Samstag/Sonntag - großes Römerfest in Xanten. Auch für uns war das der Hauptgrund bei der Tourplanung, hier mehr als einen Tag einzuplanen. Das Römerfest ist eines der größten in Europa, dazu kommt dass es auf ganz historischem Boden stattfindet. Die Gruppen pflegen das Römertum in ihren verschiedenen Facetten. Angefangen von militärischen Einheiten, deren Nachhut, Reitergruppen und Gladiatoren. Beim Besuch des Festes, übrigens von 10:30 - 15:00 Uhr, gab es immer wieder etwas zu sehen. Da hier scheinbar nichts organisiert abläuft, da man ja das normale, tägliche Leben der Römer darstellt, findet man immer etwas anderes zu sehen in diesem riesigen  Lager. Bereits früh begann es heut leicht zu regnen und es blieb auch den ganzen Tag feucht. Sehen wir uns doch einfach mal einige Bilder der Römerlebens an.

Am nächsten Morgen überlegten wir uns dann den Ablauf etwas zu ändern. Das hieß, wir sind gleich auf den Parkplatz vom Römerpark gefahren, haben erst dort gefrühstückt und konnten in aller Ruhe verfolgen wie sich der Parkplatz füllte. Wir hatten von der großen Show noch zwei Teile auf dem Plan. Begonnen haben wir mit der Show der Reiterhorte und danach sahen wir uns die große Parade und die anschließenden Gladiatorenkämpfe im Kolosseum.

Auch wenn es bei den alten Römern meist regnete, erlebt muss man dieses Fest einmal haben. Da wir bekanntlicher Weise direkt am Park standen konnten wir gegen 13:00 Uhr auch schnell wieder starten. Da wir am Donnerstag Münster auslassen mussten, haben wir die Stadt eben heute eingeschoben. In Münster angekommen fuhren wir direkt auf den Domplatz. Münster ist ja nicht nur die Stadt der Studenten und Fahrräder sondern auch die Stadt der Kirchen. Wir konnten direkt vor der größten und bedeutendsten parken, dem Dom.

Der erste Dom wurde bereits um 800 errichtet, der zweite folgte dann im 10/11 Jh., bevor dann in der ersten Hälfte des 13. Jh. der heutige erbaut wurde. Der St.-Paulus-Dom bildet natürlich bei der großen Anzahl der münsterraner Kirchen deren Mittelpunkt. Wir gönnten uns noch ein Eis und durchwanderten das Zentrum noch etwas die schöne alte Stadt. Für sie sollte man sich später nochmals etwas mehr Zeit einplanen und wiederkommen.

 

 

Den Abend konnten wir dann bei schönem Wetter bereits in der Nähe von Kassel bei "Bauer Bernd"  genießen. Sicher wird mancher Wohnmobilreisender sagen, aber hier ist doch gar nichts. Richtig und genau das ist das schöne. Eventuell ein schönes Gespräch mit den Gastgebern und dann eine seelische Ruhe. Was gibt es schöneres zur Erholung und zum Kraft tanken für Morgen.