Südtirol/Italien

Wenn man erstmals ganz gezielt in eine Region fährt, neigt man dazu zu sagen, hier waren wir das erste mal. Bei genauem hinsehen merkt man aber, dass es nicht so ist. Denn bereits bei unserer Wohnmobiltour 1997 durch Italien sind wir durch dieses Gebiet gefahren. Natürlich damals wirklich mehr durch gefahren und von der Schönheit Südtirols nichts oder nur sehr wenig abbekommen.

Da man immer wieder viel über den nördlichsten Teil Italiens hörte und eigentlich nur gutes entschlossen wir uns die Region 2011 mal in unsere Urlaubsplanung aufzunehmen. Allerdings diesmal nicht mit dem Wohnmobil sondern mit dem Pkw. Im  voraus wurden 4 Übernachtungsorte für jeweils 4-5 Tage vorgebucht, so das wir verschiedene Ausgangsorte für unsere Unternehmungen hatten.

Los ging es am Rande der Dolomiten. wir bezogen in einem Bauernhof Quartier, wurden des Morgens mit frischer Milch versorgt und bekamen auch sonst angeboten was ein Bauernhof so her gibt. Von hier aus machten wir Wanderungen in das Braxertal, an den Braxer See, zu den Dolomitengipfeln rund um die berühmten drei Zinnen, sowie entlang des Römerweges oberhalb Niederdorfs, wie die folgenden Bilder zeigen.

Die Etappe 2 zieht uns dann etwas südlicher ins Eisacktal. Auch hier führten uns Wanderungen zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten, Städten und Naturerlebnissen.

 

 

Hoch über Klausen erhebt sich das Kloster Säben.

Dieses Kloster ist noch heute von Nonnen bewohnt und daher auch nur begrenzt zugängig. Der frühere Bischofssitz in Säben wurde ca. um das Jahr 1000 nach Brixen verlegt. Der "Heilige Berg" zählt noch heute zu den wichtigsten Wallfahrtsorten Tirols. Auch wenn der Weg zum Kloster etwas erschwert und anstrengend ist, es lohnt sich die Anstrengungen auf sich zu nehmen.

 

 

 

 

Nach einer etwas umfangreichen Suche hatten wir dann endlich auch den Röckhof in Villander gefunden. Ein Weingut mit viel Tradition bot uns eine schöne Ferienwohnung mit Blick auf das ganze Tal.

Wandernd zog es uns an die "Dreikirchen". Keine Hochgebirgswanderung über Stock und Stein aber dennoch recht anspruchsvoll, da es doch auch immer Bergauf und Bergab ging.

Die drei ineinander verschlungenen oder gebauten kleinen Kirchen sind ein beliebter Wallfahrtsort der Südtiroler. Um einen Blick hinein werfen zu können muss man sich den Schlüssel bei der Wirten des kleinen Gasthofes holen, der nur wenige Schritte entfernt ist.

Am nächsten Tag zog es uns zum Schloss Trauttmansdorff bei Meran.

Um 1300 wurde erstmals eine Burg hier erwähnt. Bevor diese 1543 durch die Familie Trauttmansdorff auf die heutige Größe erweitert wurde. Nachdem 1846 erneut die Familie Trauttmansdorff die Burg erstand wurde sie erneut ausgebaut und von nun an als Schloss genutzt. 1870 erwählte Kaiserin Elisabeth von Österreich das Schloss für ihren Kuraufenthalt in Meran wodurch diese natürlich an Berühmtheit erlang. Nicht minder interessant sind die Gärten des Schlosses, die man sich bei einem Besuch mit Sicherheit nicht entgehen lassen sollte.

 

 

 

 

 

 

Schloss Tirol, ein weiterer Abstecher.

Bei der Abreise zum Standortwechsel fuhren wir nochmals an ein kleines Schloss, welches wir bereits bei der Unterkunftssuche sahen. Wir dachten uns, sehen wir uns dies doch mal an, da die Zeit ausreichend zur Verfügung stand. Allerdings war dies ein Irrtum, denn das Schloss Karstein ist in Privatbesitz und damit war es vorbei mit der Besichtigung-

Nach den interessanten Tagen in und um Klausen/Vilander fuhren wir noch weiter in den Süden, so mitten in das Weinbauzentrum Südtirols.

 

 

 

In Kurtatsch angekommen, bezogen wir wiederum eine sehr schöne Ferienwohnung.

Hier im Tischerhaus, einem Weingut in Kurtatsch, wohnten wir also die nächsten drei Tage. Neben einer Wanderung stand diesmal vor allem der Südtiroler Wein im Mittelpunkt.

 

 

 

Vom Balkon aus hatte man den schönsten Blick über das Etschtal.

 

Eine Wanderung bei gefühlten 40 Grad führte uns über einen Geröllweg, wie im Hochgebirge, zu einem netten Gasthof. Ein hübscher Bergsee, uralte Bäume  und wunderschöne Pflanzungen am Wegrand machten die Wärmetortour erträglich.

Wenn man in dieser Gegend ist, sollte man natürlich einen Ausflug in den berühmten Weinort Kaltern machen. Uns erwartete ein hübscher alter Ort und wir aßen in einem Hinterhofrestaurant ausgezeichnet zu Mittag.

 

 

 

 

Am dritten Tag stand eine geführte Weinwanderung auf dem Plan. Start war in Kurtatsch und es erwartete uns eine wirklich interessante Führung. Wir als Weinfans haben diesbezüglich schon einiges mitgemacht, diese kann man jedoch wirklich hervorheben.

 

 

Am Abend konnten wir auf unserem Balkon noch diesen und andere schöne Blicke ins Tal genießen.

Auf Empfehlung fuhren wir auch noch an einem Bio-Kräuterhof , dem Oberpallhofer Hof vorbei.

Wir verlassen heute wieder den Süden Südtirols und fahren zu unserem letzten Etappenort in den Vinschgau. Im nordwestlichen Südtirol stehen eigentlich wieder Bergwanderungen auf dem Plan.

Zunächst gilt es aber erst einmal den Oberglieshof zu finden.

Wir werden in den letzten Tagen nicht nur den Bauernhof kennenlernen, nein wir werden auch die Trabbenburg, die Churburg in Schlunders, das Erdbeerfest bei Martell und das Kloster Marienberg bei Maas kennenlernen.

 

 

 

Auf geht's zur letzten Gebirgswanderung. Gegenüber unseres Hofes ging es steil den Berg hinauf. Über Stock und Stein, der Wanderweg führte uns auch quer durch die Kuhherde, bis zur Matscher Alm auf 2045m hoch. Dort gönnten wir uns eine typische Brotzeit, einem oder auch zwei Hefe, ließen das gesehene nochmals an uns vorüber gleiten und nahmen schon hier mal langsam Abschied von diesem wirklich schönen Landstrich.

                               die Matscher Alm                                                Blick auf den Oberglieshof